Erneut weniger Asylgesuche im April
Im April sind in der Schweiz 1'127 Asylanträge eingereicht worden. Dies ist die tiefste Anzahl Gesuche seit fünf Jahren. Den Gesuchen stehen 4'050 Abgänge gegenüber, wodurch insgesamt erneut ein negativer Wanderungssaldo registriert wurde.
Nicht inbegriffen sind laut Auskunft des Bundesamts für Flüchtlinge (BFF) vom Dienstag (09.05.) dabei die 235 Personen, die im April ihr Gesuch zurückgezogen haben und damit in den Kompetenzbereich der Kantone übergegangen sind. Unter ihnen befinden sich 159 Personen aus der Bundesrepublik Jugoslawien, die grösstenteils ausgereist sind.
757 Personen sind im April im Rahmen des Rückkehrhilfeprogramms in den Kosovo zurückgekehrt. Seit dem 1. Juli 1999 haben damit insgesamt 20’444 Personen von der Rückkehrhilfe des Bundes Gebrauch gemacht.
Bezogen auf die Herkunftsländer sind nur geringfügige Änderungen zu verzeichnen. Weiterhin an der Spitze steht die Republik Jugoslawien mit Gesuchen von 318 Personen. Es folgen die Türkei mit 98, Sri Lanka mit 78 und der Irak mit 74 Gesuchen. Neu liegt Algerien mit 45 Gesuchen gleichauf mit dem Iran an fünfter Stelle.
Entspannung im Vergleich zum Vorjahr
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Insgesamt wurden in den ersten vier Monaten des Jahres neu 5’433 Asylanträge gestellt. Das sind deutlich weniger als im Vorjahr, als auf Grund des Kosovo-Konflikts im ersten Quartal 15’250 Gesuche eingegangen sind.
Im April wurden die Gesuche von 2’605 Personen erledigt. Die hängigen Ayslgesuche haben um 1’500 auf 22’954 abgenommen. Laut Prognose des BFF wird sich der Trend zu einer weiteren Entspannung im Asylbereich in den nächsten Monaten halten.
swissinfo und Agenturen
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