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Fans und Museen teilen sich Wankdorf-Reste

Nach dem letzten Spiel nahmen Fans mit, was sie konnten. Keystone

Ein Berner und ein deutsches Museum teilen sich die historische Wankdorf-Umkleidekabine. Viel mehr ist nicht übrig: Bereits nach dem letzten Spiel begann das Ausschlachten durch die Fans.

Das Bernische Historische Museum und das deutsche Adidas-Museum haben sich die legendäre «Deutschland»- Kabine gesichert. Museumswürdig wurde die Gast-Garderobe des Wankdorf, weil die deutsche Fussball-Nationalmannschaft hier am 4. Juli 1954 während des legendären WM-Finals gegen Ungarn einquartiert war. Mit dem 3:2-Sieg für Deutschland begann für viele Deutsche die Wieder-Eingliederung in die Nachkriegswelt.

In Bern zu besichtigen sein werden: eine Kabinen-Sitzbank samt Holzrost und Kleiderhaken. Daneben wird voraussichtlich ein gelb-schwarzes YB-Emblem hängen, das zur Zeit noch am Stadion prangt, wie beim Museum zu erfahren war.

Der Rest der Kabine hat sich der deutsche Sportartikel-Hersteller Adidas gesichert. Das Unternehmen bekommt auch eine der Stadionuhren und eine Haupt-Tribünen-Sitzbank. Die Objekte sollen im geplanten Adidas-Museum ausgestellt werden.

Fans nahmen was sie konnten

Die Teile, die nicht niet- und nagelfest waren, haben sich die Souvenirjäger geholt und das Stadion praktisch ausgeweidet. Schon nach dem letzten Spiel anfangs Juni rissen die Fans Stücke aus dem Rasen, die nun in Gärten und auf Balkonen von Fans gepflegt werden.

Die nicht museumswürdige Substanz des Wankdorf wird in den kommenden Wochen in Kehrichtdeponien entsorgt, wie bei der Wankdorf- Generalunternehmerin Marazzi AG zu erfahren war.

swissinfo und Agenturen

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