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FC Luzern in Notlage

Der FCL kämpft nicht nur mit finanziellen Schwierigkeiten, sondern auch mit einem sportlichen Tief. Kein Wunder, dass das Interesse der Fans allmählich erlahmt. swissinfo.ch

Der FC Luzern ist mit 1,2 Mio. Franken verschuldet. Bis Ende Jahr zeichnet sich ein Sanierungs-Bedarf von ca. 5 Mio. Franken ab.

«Der FC Luzern ist ein schwer kranker Patient», sagte Jules Häfliger am Montag an der Bilanz-Pressekonferenz des Vereins FC Luzern. Der Verwaltungsrats-Präsident der FC Luzern AG stellt sich am Dienstagabend an der 100. Generalversammlung zur Wahl als Vereinspräsident und bringt gleich eine komplett neue siebenköpfige Vorstandscrew mit.

Wichtigste Aufgabe der neuen Mannschaft: Den aktuell mit 1,2 Mio. Franken überschuldeten Verein zu sanieren, damit eine neue Nationalliga-Lizenz erlangt werden kann.

Verstrickt in der Vergangenheit

Der Verein FC Luzern betrieb in der vergangenen Saison 2000/01 vor allem Vergangenheits-Bewältigung. Alle relevanten Positionen in der präsentierten Jahresrechnung des Vereins (ohne Profibetrieb) wurden am Montag mit Rechtsstreitigkeiten, Anwaltshonoraren und Rückstellungen für hängige Gerichtsverfahren begründet.

So kam ein Verlust von 490’000 Franken zu Stande, der die Schulden auf 1,2 Mio. Franken hochschnellen liess. Doch das ist wohl lediglich das kleinere Übel der ganzen FCL-Misere. Die FC Luzern AG, die für den gesamten, kostspieligen Profibetrieb zuständig ist und ihre Bilanz erst im Laufe des Novembers präsentieren wird, dürfte mit einem deutlich höheren Verlust aufwarten.

Gerichtlicher Nachlass

Weil die Nationalliga bei der Lizenz-Erteilung beide Bilanzen kumuliert, hat der FCL bis Ende Jahr wahrscheinlich einen Sanierungsbedarf von rund 5 Mio. Franken. Eine Rettung bringt wohl nur ein gerichtlicher Nachlass der AG.

Welche rechtlichen und sportlichen Konsequenzen sich daraus ergeben, stehen noch in den Sternen. Lösungsvorschläge sind bis dato noch nicht spruchreif und dürften an der GV des Fussballclubs Luzern nicht präsentiert werden.

Kalender-Verkauf und Super-Tombola

Die Vereinsmitglieder können mit ihrer Stimme lediglich der abtretenden, nur noch dreiköpfigen Vorstandscrew Décharge erteilen und ihr Vertrauen in die Hände der neuen Clubleitung legen. Damit die Verschuldung des Vereins auf die vom Verband geforderten 800’000 Franken gebracht werden kann, lanciert Jules Häfliger einen Kalender-Verkauf und eine Super-Tombola.

swissinfo und Agenturen

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