Feldschiessen: Teilnehmer- Rückgang soll gestoppt werden
Nach sechs Jahren stetigen Beteiligungsrückgangs soll die Talfahrt des Eidgenössischen Feldschiessens an diesem Wochenende (26.-28.05.) gestoppt werden. Der Schweizerische Schützenverband (SSV) griff zu diesem Zweck zu neuen Massnahmen.
Um mehr Schützinnen und Schützen in die Stände zu locken, haben die Verantwortlichen des SSV heuer erstmals kurze Fernseh- Werbespots ausstrahlen lassen.
«Wir sind dabei», lautet der Slogan, mit dem vor allem Familien angesprochen werden sollen.
1993 hatten noch über 200’000 Gewehrschützinnen und -schützen am «grössten Schützenfest» der Welt mitgemacht. Dann wurden es jährlich zwischen vier und sieben Prozent weniger, bis letztes Jahr mit 132’656 der Tiefststand erreicht war.
Das Pistolenschiessen dagegen blieb vom Negativtrend verschont; 1999 gab es sogar eine leichte Zunahme um 101 auf insgesamt 30’373 Schützinnen und Schützen.
Fernseh-Werbung, ein neues Plakat und schriftliche Weisungen an sämtliche Sektionen: So viel wie diesmal hat der SSV vor einem Feldschiessen noch nie unternommen. «Das Ganze nützt aber nichts, wenn die Sektionen nicht mitziehen», so SSV-Feldschiessenchef Kurt Stammbach.
Nur die Schützen selber könnten persönlich in ihrem Umfeld werben. «Wenn der Rückgang gestoppt werden kann, bin ich schon glücklich», sagt Stammbach. SSV-Zentralpräsident Peter Schmid, der sich stark für das Feldschiessen engagiert, hat sogar eine Steigerung um zehn Prozent zum Ziel erklärt.
swissinfo und Agenturen
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