Formel 1: Sauber neben der Piste
Beide Sauber-Fahrer sind im zweiten Teil des Freitag-Trainings vor dem Grand Prix von Frankreich in Magny-Cours von der Piste geraten. Kimi Räikkönen musste die Fahrten danach abbrechen. Im Tagesklassement lag der Finne auf Platz 14 unmittelbar vor Heidfeld. Dessen Zwischenfall war harmloser.
Räikkönen verlor den Wagen in der zweiten Kurve, einem schnellen Linksknick, die Kontrolle über seinen Wagen. Der vordere Teil des Autos wurde bei der Fahrt durchs Kiesbeet ziemlich stark beschädigt.
Am Vormittag hatte Räikkönen 14 Runden zurückgelegt. Der «Ausritt» geschah in der zwölften Runde am Nachmittag. In den freien Trainings ist die Verwendung des Reservewagens nicht erlaubt. Der Finne konnte daher auf der ihm noch wenig vertrauten Strecke im Herzen Frankreichs keine weiteren Erfahrungen mehr sammeln.
Heidfeld ohne grosse Probleme
Heidfeld kam während der zwei Stunden auf 46 Runden. Sein Ausritt geschah eine Viertelstunde vor Schluss des Trainings, hinderte den Deutschen jedoch nicht, die Fahrt fortzusetzten.
Heidfeld verpasste im Bergabstück vor Start und Ziel eine Kurve. Eine Stelle, die vor und nach ihm auch acht andere Fahrer nicht wunschgemäss erwischten.
Ein Training, das wenig aussagt
Die Reihenfolge an der Spitze beweist wieder ein Mal, dass dem ersten Trainingstag nicht allzu viel Bedeutung zugemessen werden darf. David Coulthard war Erster vor Eddie Irvine, Jacques Villeneuve und Mika Häkkinen.
Erst dann folgten die Favoriten mit Ralf Schumacher, Juan Montoya und Michael Schumacher. Rubens Barrichello war gar nur Zehnter.
Vor einer Woche auf dem Nürburgring hatte am Freitag mit Häkkinen ebenfalls ein McLaren-Fahrer mit der besten Zeit zu Buch gestanden. Im Qualifying am Samstag war der aber nur mehr Sechster unmittelbar hinter Coulthard geworden.
Reifen lassen sich noch nicht bewerten
Auch die Wirksamkeit der Reifen liess sich am Freitag noch nicht schlüssig beurteilen. Das Klassement war von vorne bis hinten gut mit Bridgestone- und Michelin-Kunden durchmischt.
Für einiges Aufsehen sorgte immerhin das mit französischem Gummi rollende Jaguar-Duo Irvine-De la Rosa. Die weiteren Michelin-Fahrer sind Ralf Schumacher und Montoya (BMW-Williams), Burti und Alesi (Prost- Acer), Button und Fisichella (Benetton-Renault) sowie Alsono und Marques (Minardi-European).
Der weiterentwickelte Renault-Motor wurde am Freitag noch nicht eingesetzt. Ab Samstag hofft das weit hinter den Leistungen des Vorjahrs hinterher hinkende Benetton-Team endlich aus dem Tief herauszukommen.
swissinfo und Agenturen
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