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G-8-Gipfel: Schweiz interveniert wegen Polizeigewalt

Bei der blutigen Razzia in der Schule Armando Diaz wurden auch Schweizer verletzt. Keystone

Wegen der Verhaftung von neun Schweizern am Rand des G-8-Gipfels von Genua hat das EDA beim italienischen Aussenministerium interveniert. Es fordert, fehlbare Beamte zur Rechenschaft zu ziehen.

Vor zwei Wochen habe der Chargé d’affaire der Schweizer Botschaft in Rom beim italienischen Aussenministerium vorgesprochen, bestätigte Muriel Berset Cohen, Sprecherin beim Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), einen Bericht des «SonntagsBlicks».

Das EDA habe zuvor mit den neun am Gipfel inhaftierten und wieder freigelassenen Personen Kontakt gehabt und sich die Vorfälle bei der Verhaftung und während der Haft schildern lassen. Eine Übersetzung dieser Schilderungen sei dem italienischen Aussenministerium übergeben worden.

Gleichzeitig habe der Chargé d’affaire die Haltung der Schweiz betont, wonach die fehlbaren Beamten eruiert und zur Rechenschaft gezogen werden sollten. Ausserdem habe man der Hoffnung Ausdruck gegeben, dass den neun Schweizern aus der Verhaftung keine Nachteile erwachsen sollten. Sie waren mit Einreisesperren belegt worden.

Das EDA ermutige die Betroffenen, auf dem rechtlichen Weg gegen die Verhaftungen vorzugehen, sagte die Sprecherin weiter. Die Schweizer bereiten derzeit Klagen gegen die Einreisesperren und gegen den Staat vor.

Bis das EDA eine Antwort auf ihre Intervention erhält, kann es noch eine Weile dauern. Das italienische Justizministerium will die Vorfälle zuerst untersuchen lassen.

swissinfo und Agenturen

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