Gilles Jaquet zeigt Klasse
Der Schweizer Snowboarder Gilles Jaquet erreichte im Riesenslalom die Olympia-Achtelfinals souverän. Bei den Frauen hat sich als einzige Steffi von Siebenthal qualifiziert.
Mit seiner fabelhaften Bestzeit von 35,69 deklassierte der seit Monaten formstarke Jaquet alle und ist damit erster Anwärter auf die Goldmedaille. Ueli Kestenholz scheiterte. Denkbar knapp, als 15., überstand mit Philipp Schoch ein zweiter Vertreter von Swiss Snowboard die schwierige Qualifikation.
Frustrierter Kestenholz
Kestenholz hingegen, der Bronze-Gewinner von Nagano und bislang eigentliches Aushängeschild der Schweizer Boarder, beging schon im Steilhang einen gravierenden Fehler, ehe im Mittelteil nach einem weiteren bösen Fahrfehler das schmerzliche Out folgte.
Besonders selbstkritisch gab sich der enttäuschte Berner Oberländer nicht, sondern schob die Schuld für sein Out quasi der FIS in die Schuhe: «Dieser Verband sollte einfach keine Rennen auf solchem Niveau durchführen.» Die Frustration war so gross, dass Kestenholz auch noch bekannt gab, er werde überhaupt nie mehr einen Wettkampf unter der Ägide der FIS bestreiten.
Nur eine Schweizerin qualifiziert
Vom Schweizer Damen-Quartett hat sich einzig Steffi von Siebenthal für die Achtelfinals des Parallel-Riesenslaloms der Snowboarderinnen qualifiziert. Die Berner Oberländerin klassierte sich im 13. Rang und durfte damit zufrieden sein.
Die Achtelfinalgegnerin von Siebenthal ist die Französin Isabelle Blanc, die in der Qualifikation Vierte wurde. Wie erwartet werden musste, glückte keiner weiteren Schweizerin einen Exploit.
Nadia Livers, die anstelle von Ursula Bruhin gestartet war, wurde 19., direkt dahinter folgte Junioren-Weltmeisterin Daniela Meuli, die man etwas weiter vorne erwartet hatte. Milena Meisser war eigentlich auf Achtelfinalkurs, ehe sie fünf Tore vor Schluss stürzte.
swissinfo und Agenturen
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