Konkurs über ISMM eröffnet
Der Fussball-Weltverband FIFA hat am Mittwoch (11.04.) bekanntgegeben, dass über seinen in Zug ansässigen Marketing- und Fernsehpartner ISMM der Konkurs eröffnet worden ist. Der vom zuständigen Konkursrichter des Kantons Zug getroffene Entscheid ist der ISMM-Gruppe zugestellt worden.
Die ISMM und ihre Vermarktungs-Gesellschaft ISL sind FIFA-Partner für die Verwertung der Marketingrechte und Teile der Fernsehrechte für die WM-Turniere 2002 und 2006. Die ISMM will nach FIFA-Angaben von ihrem Recht Gebrauch machen, binnen zehn Tagen Beschwerde bei der Justizkommission des Obergerichts Zug einzulegen. Der Entscheid des Konkursrichters soll in formeller und materieller Hinsicht angefochten werden.
Wieder Kirch?
Der Schweizer FIFA-Präsident Sepp Blatter hat das Exekutivkomitee des Weltverbandes über die Entwicklung informiert und das Dringlichkeitskomitee der FIFA auf Abruf gestellt. Die Übernahmekampf um den einstigen Vermarktungsriesen ISL ist bereits im vollen Gange.
Wie die «Süddeutsche Zeitung» und die «Berliner Zeitung» übereinstimmend berichten, hat die deutsche Kirch-Gruppe ein Angebot gemacht, um nur die lukrativen Fussball-Rechte zu erwerben. Die ISL hält die aussereuropäischen TV-Rechte an den WM 2002 und 2006 sowie die weltweiten Marketingrechte an beiden Ereignissen.
In finanzielle Schieflage ist der im schweizerischen Zug ansässige Konzern durch Fehlinvestitionen und Spekulationen im Tennis, amerikanischen Autorennsport und brasilianischen Klubfussball geraten.
swissinfo und Agenturen
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