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Mit Bestzeit in den Final

André Bucher rannte allen auf und davon, doch die Konkurrenz im Final ist nicht zu verachten. Keystone

Als souveräner Sieger des zweiten WM-Halbfinals über 800 m zog der Luzerner André Bucher in Edmonton zum zweiten Mal in seiner Karriere in einen Endlauf auf höchstem Niveau ein. Schaute 2000 in Sydney wegen einer Rempelei nur Rang 5 heraus, so liegt diesmal eine Medaille bereit - wird es die Goldene?

André Bucher (25) greift im kanadischen Westen nach einer der wertvollsten Kronen des Laufsports. Im zweiten Halbfinal-Rennen übernahm er zunächst die dritte Position. Der Jamaikaner Marvin Watts führte das Achterfeld relativ schnell in 51,40 durch die erste Runde.

Nach 500 m griff Bucher an und setzte sich an die Spitze. In der Schlusskurve wies er einen komfortablen Vorsprung auf, den er bis ins Ziel sicher verwaltete. Seine Zeit von 1:44,47 war für einen Halbfinal eindrücklich tief; in der ersten Serie lief der Kenianer Wilfred Bungei als Sieger erst in 1:45,66 ein.

«Ich fühlte mich von Anfang an gut», sagte Bucher, «und wollte allfälligen Troubles aus dem Weg gehen.» Er hatte sich vorgenommen, nach 600 m an der Spitze zu liegen, was er denn auch umsetzte. «Auf den letzten 100 m konnte ich mich umschauen, das Feld kontrollieren und musste nicht unnötig Kraft verschleissen. Dass trotzdem eine 1:44-er-Zeit heraus schaute, gibt natürlich Motivation.»

Hinter Bucher qualifizierten sich der kenianische Meister William Yiampoy (1:44,61), der Südafrikaner Mbulaeni Mulaudzi (1:44,81) und dank einem langen, eindrücklichen Schlussspurt der Pole Pawel Czapiewski für den Final, der am Dienstag-Abend 19.50 Uhr Ortszeit (Mittwoch 03.50 Uhr Schweizerzeit) stattfindet.

Schumann mit sicherem Spurt

Sicher in den Final stiess auch Nils Schumann (23) vor, der schon vor WM-Beginn als härtester Gegner Buchers genannte deutsche Olympiasieger. Er hielt sich im ersten Lauf bis auf die Zielgerade in sechster Position auf, schob sich dann aber dank seinem starken Schlussspurt in 1:45,86 noch auf Rang 3 hinter Bungei und dem Marokkaner Khalid Tighazouine – aber noch vor dem Dritten der Jahres-Rangliste (hinter Bucher und dem abwesenden Russen Juri Borsakowski), dem Südafrikaner Hezekiel Sepeng (27).

Schumann kam erneut entgegen, dass er wie im Vorlauf in einer relativ langsamen Serie (Durchgangszeit diesmal 52,50) seine Kräfte für den Endspurt schonen konnte.

swissinfo und Agenturen

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