Mövenpick im Rechtsstreit
Die Gastronomiegruppe Mövenpick steht in einem Rechtsstreit mit ihrem kanadischen Franchisepartner Richtree Inc. Klagen sind in Kanada hängig, eine Anzeige wurde in den USA eingereicht.
In einer Schadenersatzklage beim Supreme Court des Staates New York fordert Richtree von Mövenpick eine Summe von 173,3 Mio. Dollar (umgerechnet rund 290 Mio. Franken) ein, wie das Unternehmen in Toronto bekannt gab.
Darüber hinaus verlangt Richtree, dass das Gericht gegen Mövenpick eine Busse verhängt, die etwa das Dreifache der Schadenersatz-Forderungen betragen soll.
Richtree wirft Mövenpick im Zusammenhang mit den 1996 erworbenen Franchise- und Lizenzrechten für die USA und Kanada unter anderem Vertragsbruch vor. Der Gastronomiekonzern habe Richtree in den USA nicht unterstützt und damit seine vertraglichen Verpflichtungen nicht wahrgenommen, teilte das kanadische Unternehmen mit.
Mövenpick bestreitet die Vorwürfe. Das Gastronomieunternehmen habe Richtree in der Vergangenheit umfassende finanzielle und fachliche Unterstützung gewährt, heisst es in einer Mitteilung von Mövenpick.
Diese neue Klage scheine ein weiterer Versuch, Mövenpick im Rahmen der laufenden Auseinandersetzung unter Druck zu setzen. Die neue und frühere Klagen von Richtree entbehrten jeglicher Grundlage und seien ungerechtfertigt.
Die Mövenpick-Sprecherin Lilly Frei in Adliswil (ZH) wies darauf hin, dass Mövenpick Richtree immer alle Unterstützung im Rahmen einer normalen Partnerschaft habe zukommen lassen.
Unterschiedliche Ansichten bei der seit 1996 bestehende Franchise-Partnerschaft bestünden bereits seit längerem hinsichtlich der Grösse der Betriebe und der Schnelligkeit der Expansion.
Seit rund einem Jahr sei der Streit auch zu einem Rechtsfall geworden. Richtree ist laut Frei einziger Franchisepartner in Kanada und in den USA für die Mövenpick-Marche-Restaurants.
swissinfo und Agenturen
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