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Mountainbike: Zwei Weltcup-Siege für die Schweiz

Top-Mountain-Biker Frischknecht zeigt sich in Kaprun von seiner besten Seite. Keystone

Die Schweizer Cross-Country-Spezialisten durften sich an den Mountainbike-Weltcuprennen in Kaprun (Ö) gleich doppelt freuen: In der Sparte Cross-Country wurde die Olympia-Zweite Barbara Blatter als Fünfte Weltcup-Gesamtsiegerin, und bei den Männern errang Thomas Frischknecht erstmals nach zwei Jahren wieder einen Tagessieg.

Barbara Blatter hatte in den ersten fünf Weltcup-Rennen der Saison drei Siege und zwei 2. Plätze errungen, doch in Kaprun fuhr die 30-jährige Zürcherin nicht auf Sieg. Ihr Ziel war es, bereits vor dem letzten Weltcuprennen in zwei Wochen in Mont-Ste-Anne (Ka) den Gesamtsieg sicherzustellen. Dieses Vorhaben gelang ohne Probleme. Die Schweizer Nummer 1 der Weltrangliste verlor zwar fast sieben Minuten auf die Spanierin Marga Fullana, aber als Fünfte liegt sie nun in der Gesamtwertung weiterhin 365 uneinholbare Punkte vor der Spanierin.

Einen Monat vor den Weltmeisterschaften in Vail scheint der mittlerweile 31-jährige Thomas Frischknecht wieder zu ganz grosser Form aufzulaufen: Vor einer Woche in Leysin war er nach einem Defekt und einer grandiosen Aufholjagd noch guter Sechster geworden, in Kaprun aber hinderte ihn keiner mehr am Sieg. Es war der 17. Weltcuperfolg in seiner langen Karriere. Den ersten feierte er vor über zehn Jahren, den bisher letzten 1999. Zum Vergleich: Der Norweger Rune Hoydahl, der zweiterfolgreichste Weltcup-Fahrer nach Frischknecht, brachte es bisher auf lediglich acht Siege.

In der ersten von fünf Runden bestimmte Frischknecht in einer Siebnergruppe das Tempo, danach vermochte ihm nur noch der Sigriswiler Olympia-Dritte Christoph Sauser zu folgen. Ende der dritten Runde lagen die beiden Schweizer schon eine halbe Minute voraus. Sauser fiel im vierten Umgang wegen eines defekten Wechsels aus der Entscheidung und letztlich auf den 17. Schlussrang zurück, doch Frischknecht realisierte einen überlegenen Sieg.

Der Amerikaner Cadel Evans lag im Ziel 51 Sekunden hinter dem Zürcher, der in dieser Saison nur vier der bisherigen sieben Weltcuprennen bestritten hat. Frischknecht liess sich in Kaprun durch gar nichts beirren: Ihm war über Nacht sein Bike gestohlen worden, doch kurz vor dem Start wurde das Rad in einem anderen Hotel wieder gefunden.

swissinfo und Agenturen

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