NLA-Finalrunde St. Gallen weiter Spitze
Nach dem ersten Auswärts-Sieg gegen den FC Zürich behält St. Gallen die Leader-Position, GC folgt mit einem Punkt Rückstand.
Nur für eine Nacht konnten die Grasshoppers in der 9. Runde erstmals in dieser Saison an die Tabellenspitze der NLA-Finalrunde vorrücken. Die Zürcher hatten am Samstag Lausanne dank drei Chapuisat-Toren mit 3:1 bezwungen. Am Sonntag zog aber Titelverteidiger St. Gallen nach und besiegte den FC Zürich in extremis dank einem Penaltytor von Jairo (91.) mit 1:0. Die Ostschweizer liegen nach dem ersten Auswärtserfolg weiter einen Punkt vor GC an der Spitze.
Auf den dritten Platz zurückgefallen ist Wintermeister Lugano nach dem 1:1-Remis im Cornaredo gegen Servette. Die Tessiner gaben erstmals nach drei Siegen in Folge wieder Punkte ab und liegen nun drei Zähler hinter St. Gallen und zwei hinter GC.
Anwärter auf einen Europacup-Platz ist nach seinem ersten Auswärtserfolg seit einem halben Jahr auch noch der FC Basel: Das Team von Trainer Christian Gross schlug Sion dank einem Tor von Hakan Yakin mit 1:0 und liegt drei Punkte hinter Lugano auf Rang 4. Bereits fünf Zähler hinter Platz 3 zurück liegen Servette und der FCZ. Und weil Lugano als Wintermeister noch einen Bonuspunkt besitzt, müsste das Duo Servette/FCZ schon zwei Siege auf die Tessiner gutmachen, um noch die UEFA-Cup-Teilnahme zu schaffen.
Gar nur noch auf den Schweizer Cup hoffen darf Lausanne nach der vierten Niederlage in Serie. Die Romands treffen am Donnerstag im Halbfinal auf Yverdon, während Servette den FC St. Gallen empfängt.
Top-Scorer Chapuisat
Mann der Runde war der GC-Internationale Stéphane Chapuisat, der noch am Mittwoch im Länderspiel gegen Schweden verletzungshalber fehlte. Chapuisat schoss alle drei Tore gegen Lausanne und rückte damit im Torschützenklassement zu Leader Christian Gimenez (Lugano) auf: Beide totalisieren nun 18 Treffer.
Zuschauer-Baisse
Nur 25 150 Zuschauer säumten die Ränge im 9. Finalrunden-Durchgang, was beinahe Minus-Rekord bedeutet. Nur am ersten (18’969) und dritten Spieltag (24’878) kamen bisher weniger Zuschauer in die NLA-Stadien. Die Konstellation war in diesem Durchgang aber auch ausgesprochen schlecht: Die Zuschauer-Magneten Basel, St. Gallen und GC spielten alle auswärts. Zum Vergleich: Die gleichen Partien in der Hinrunde lockten noch 46’505 Besucher an.
Flut von Roten und Gelben Karten
Nach der extremen Kartenflut vor einer Woche mit zweimal Rot und dreimal Gelb-Rot haben sich die Gemüter der NLA-Spieler noch immer nicht ganz beruhigt. Diesmal erwischte es mit Alain Masudi (Lausanne), Marcin Kuzba (Lausanne) und Léonard Thurre (Servette) wieder drei Sünder, die das Feld vorzeitig verlassen mussten. Nach seinem Ellbogenschlag gegen Masudi hätte zudem zwingend auch Bernt Haas (Grasshoppers) zu den Rotsündern gehören müssen.
Heim-Flops
Beinahe sensationell ist das kollektive Versagen der Heim-Mannschaften: Drei Niederlagen steht nur das Unentschieden von Lugano gegen Servette gegenüber. Noch nie in diesem Jahr waren die Gäste-Teams derart erfolgreich. In vier Durchgängen hatte es bisher gar keinen Auswärtserfolg gegeben.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch