Noch ein Sieg fehlt zur Titelverteidigung
Roger Federer hat in Mailand mit einem Sieg über Greg Rusedski den siebenten Final-Einzug der Karriere geschafft.
Der 20-jährige Schweizer setzte sich gegen den Briten mit 7:6 (9:7), 7:6 (7:4) durch. Die Partie zwischen der Nummer 13 und 30 der Weltrangliste stand auf hohem Niveau und verlief sehr knapp.
Der Aufschläger gab sich selten eine Blösse. Einzig Federer gelangte beim Stand von 4:4 und 5:5 im zweiten Satz zu insgesamt vier Breakbällen, reüssierte aber nicht. Insgesamt setzte sich mit dem Schweizer der komplettere Spieler durch. Sowohl Federer wie Rusedski schlugen neun Asse.
Im ersten Satz profitierte Federer im Tiebreak beim Stand von 7:7 von einer Nachlässigkeit des Briten. Rusedski nahm einem Ball von Federer, der in Aus gegangen wäre, volley, schaffte den Punkte aber nicht. Mit eigenem Aufschlag verwertete Federer den zweiten Satzball.
In der zweiten Kurz-Entschiedung musste Rusedski häufig über den zweiten Aufschlag gehen, was Federer den 12. Saisonsieg ermöglichte.
Federer wie Rusedski waren je mit einem Turniersieg äusserst stark in die Saison gestartet. In der Bilanz der Direkt-Begegnungen steht es nun 1:1.
Final gegen Sanguinetti
Im Final trifft Federer auf Aussenseiter Davide Sanguinetti (It/ATP 84), der überraschend Nicolas Escudé (Fr) 3:6, 6:3, 6:2 ausgeschaltet hatte.
Der bereits 29-jährige Sanguinetti hat noch kein Turnier auf der Tour gewonnen und wird vor heimischem Publikum alles daran setzen, die Chance zu nutzen. In den vergangenen 52 Wochen erreichte der Italiener allerdings bloss zweimal zumindest die Viertelfinals.
«Gegen Sanguinetti muss ich erneut perfekt aufschlagen, denn sein Returns sind Klasse», blickte Federer voraus. «Ich fühle mich aber fit und glaube an die erfolgreiche Titelverteidigung.»
Bisher hat Federer die Partien gegen Sanguinetti gewonnen. Er siegte zweimal, letztmals im April 2001 in Monte Carlo.
swissinfo und Agenturen
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