«Nur» Rang drei für Sonja Nef
Sonja Nef hat sich auch im zweiten Weltcup-Riesenslalom des Olympia-Winters geschlagen geben müssen. Die Appenzellerin belegte in Copper Mountain im US-Staat Colorado Platz 3.
Die Plätze vor Sonja Nef belegen die Norwegerin Andrine Flemmen und die Kanadierin Allison Forsyth. Copper Mountain wird wohl nie zu den bevorzugten Destinationen von Sonja Nef gehören. Vor zwei Jahren war sie, durch eine schwere Erkältung geschwächt, mit Platz 17 abgereist, nun wurde sie wie schon Ende Oktober beim Gletscher-Prolog in Sölden nach Bestzeit im ersten Lauf erneut abgefangen.
Zur Freude, trotz des sehr direkt ausgeflaggten Kurses im ersten Lauf gemeinsam mit Andrine Flemmen die Schnellste gewesen zu sein, und der Gewissheit, dank des Super-G-Trainings in der vergangenen Woche auch im «Flachen» wieder zu den Besten zu gehören, gesellte sich bei Sonja Nef die Hoffnung, der zweite Durchgang möge «mehr drehen». Dem weltmeisterlichen Wunsch wurde aber nicht entsprochen; die gefahrenen Zeiten lagen drei bis vier Sekunden unter jenen des ersten Laufes.
Allerdings wäre Sonja Nef das Siegen auch bei anderer Kurssetzung in Anbetracht der Konstanz von Andrine Flemmen schwer gefallen. Die bald 27-Jährige aus Bergen liess sich im zweiten Lauf nur von der überraschenden Amerikanerin Kirsten Clark um einen Hundertstel bezwingen und feierte ihren zweiten Weltcup-Sieg mit 67 Hundertsteln Vorsprung.
Und die weiteren Schweizerinnen
Mit Fränzi Aufdenblatten (24.) und Lilian Kummer (29.) holten zwei weitere Schweizerinnen einige Weltcup-Punkte. Bei Halbzeit hatte es für die beiden Walliserinnen noch deutlich besser ausgesehen. Kummer war 15., die zweifache Junioren-Weltmeisterin aus Zermatt 19., womit sie auf dem Weg zu ihrem bislang besten Weltcup-Ergebnis war.
Die grösste Enttäuschung aus Schweizer Sicht lieferte Corinne Rey-Bellet (31.). Die Walliserin, die in Sölden als Dritte des ersten Laufes ausgeschieden war, verpasste das Finale um fünf Hundertstel. Klarer scheiterten Marlies Oester (40.) und Sylviane Berthod (62.) mit Rückständen von 2,5 beziehungsweise 4,1 Sekunden. B-Kader-Fahrerin Tamara Müller musste ihr Debüt im Weltcup wegen einer allergischen Schwellung am Oberarm verschieben.
swissinfo und David Bernold (Si)
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch