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Oester undankbare Vierte

Die Slalomspezialistin Marlies Oester kann mit ihrem vierten Rang zufrieden sein. Keystone

Janica Kostelic errang in der Kombination der Frauen erstmals an olympischen Winterspielen Gold für Kroatien. Marlies Oester fehlten 1,45 Sekunden zur Medaille.

Vor der Abfahrt, die wegen des Windes entgegen dem ursprünglichen Programm erst nach dem Slalom ausgetragen wurde, war klar: Um die Goldmedaille kämpften nur noch drei Sportlerinnen.

Janica Kostelic führte 1,10 Sekunden vor Martina Ertl und 2,22 vor der Österreicherin Renate Götschl. Dann aber errang die 20-jährige Kroatin einen Erfolg, der an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig liess. 1,49 lag Renate Götschl am Schluss zurück, 1,88 die Deutsche Martina Ertl, die Weltmeisterin von St. Anton.

Oester: Am Beginn zu wenig angriffig

Marlies Oester vergab ihre Medaillen-Chancen bereits im ersten Lauf des Slaloms. 1,28 Sekunden büsste sie auf die Kroatin Janica Kostelic ein, 0,78 auf die Deutsche Martina Ertl und auch Renate Götschl kam noch 22 Hundertstel schneller ins Ziel.

«Es war schwierig, sich auf die veränderten Bedingungen einzustellen. Der Schnee war anders als die letzten Tage, viel weicher. Zudem bin ich schlecht gefahren», meinte die Adelbodnerin.

Deshalb galt für den zweiten Lauf nur noch die Devise: «Volles Rohr.» Optimal gelang ihr auch die zweite Fahrt nicht, aber im zweiten Anlauf verlor sie nur noch 0,78 Sekunden auf Kostelic und 0,18 auf Ertl. Götschl liess sie diesmal hinter sich.

Erstaunlich gute Abfahrt

Doch dies alles war eben trotzdem zu wenig, um die Ambitionen auf eine Medaille aufrecht halten zu können. «3 bis 4 Sekunden werde ich wohl in der Abfahrt verlieren», mutmasste Marlies Oester.

Doch die Adelbodnerin hielt sich bravourös. Nur genau zwei Sekunden verlor sie auf Renate Götschl, die Schnellste der Abfahrt. «Über diese Leistung bin ich überrrascht. Ich habe schnell gemerkt, dass der Ski sehr gut läuft. Im nachhinein ist es natürlich schade, dass ich im ersten Slalom nicht besser gefahren bin. Aber dieses Ergebnis ist eine Motivation für den Slalom», meinte sie hinterher.

Diplom auch für Borghi

Ein achtbares Ergebnis gelang indes auch Catherine Borghi, die als Achte der Kombination ein olympisches Diplom errang und ihre bisher beste Platzierung, den 8. Kombi-Rang von 1997 in Sestriere, egalisierte.

swissinfo und Werner Eisenring, Snowbasin (Si)

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