Paralympics als Goldgrube
Im Riesenslalom holten Rolf Heinzmann und Hans-Jörg Arnold die Schweizer Goldmedaillen 5 und 6, hinzu kam ein 2. Platz für Hans Burn.
Im Riesenslalom der Männer, der Lieblings-Disziplin der Schweizer, waren die Erwartungen besonders hoch. Sie wurden auch nicht enttäuscht: Auf der «Wildblumen»-Piste in Snowbasin fand im Duell zwischen Rolf Heinzmann und dem Franzosen Lionel Brun die dritte Runde statt.
Während die ersten beiden Vergleiche knapp geendet hatten, ging der neueste deutlich zugunsten des 40-jährigen Wallisers aus. Er siegte mit über einer Sekunde Vorsprung mit 2:14,42 auf den Franzosen.
Viel gesetzt und gewonnen
Für harte Arbeit in den zurücklliegenden Monaten ebenfalls belohnt wurde der Paraplegiker Hans-Jörg Arnold (33). Nach 6. Plätzen in Abfahrt und Super-G der Klasse Sitting leuchtete sein Name auf der Resultattafel zuoberst auf.
Den Grundstein für seinen Sieg (Kategorie LW 12) hatte der Walliser im ersten Lauf gelegt, in dem er trotz eines groben Schnitzers nur 47 Hundertstel auf den führenden Amerikaner Devlin-Young verlor. Devlin-Young musste im zweiten Durchgang in den Schnee greifen, Arnold dagegen hielt seine schärfsten Gegner auf Distanz.
Die teilweise ruppige Piste machte nicht nur den Monobob-Fahrern besonders zu schaffen. So hatte sich die Zahl der Medaillenanwärter nach dem ersten Durchgang auch in der Kategorie LW 4 auf fünf reduziert.
An der Spitze lag der Neuseeländer Steven Bayley. 40 Hundertstelsekunden hinter diesem zurück lauerte Hans Burn. Der 37jährige Berner glaubte zu diesem Zeitpunkt, dass die Goldmedaille noch zu holen sein würde. Es kam indes anders. Bayley verteidigte die Spitze und profitierte von einem zeitraubenden Fehler Burns.
Mit neun Medaillen belegt die Schweiz den 3. Platz in der Nationenwertung.
swissinfo und Agenturen
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