Paralympics: Schweizer erfüllten Erwartungen
Die 10. Winter-Paralympics in Vancouver sind zu Ende. Die Schweizer Behindertensportlerinnen und –sportler bringen eine Gold- und zwei Silbermedaillen nach Hause.
Der querschnittgelähmte Berner Oberländer Christoph Kunz war der erfolgreichste Schweizer Athlet: Er erkämpfte sich je eine Abfahrts-Gold- und Riesenslalom-Silber-Medaille. Michael Brügger besserte die Schweizer Bilanz noch mit einer Silbermedaille in der Abfahrt auf.
Ruedi Spitzli, Chef der Schweizer Mission, zog nach den neun Wettkampftagen in Vancouver und Whistler insgesamt eine positive Bilanz: «Das Ziel wurde erreicht, doch wir werden nicht nur die schwächeren, sondern auch die guten Resultate analysieren müssen. Vor allem gilt es zu hinterfragen, weshalb einzelne Athleten ihre Leistungen abrufen konnten, andere aber nicht an ihre Normalform heran kamen.»
Im nordischen Bereich (Langlauf/Biathlon) und Rollstuhl-Curling blieben laut Spitzli die erhofften Exploits aus.
Vor dem Schweizer Paralympics-Alpin-Team liegen in der Nationenwertung Deutschland (7/4/4), Kanada (6/4/3), die Slowakei (6/2/3), die USA (3/5/3), Österreich (3/4/4) und Frankreich (1/4/1).
Den bis zur Abschlussfeier einzigen Dopingfall hatte es durch den schwedischen Rollstuhl-Curler Glenn Ikonen gegeben. In seiner Probe waren verbotene Beta-Blocker gefunden worden.
swissinfo.ch und Agenturen
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