Patty Schnyder vor heimischem Publikum
Lokalmatadorin Patty Schnyder steht beim neuen WTA-Turnier von Basel (28. Juli bis 5. August) unter Druck. Das Publikum erwartet von der wieder erstarkten Baselbieterin, die als Nummer 34 der Weltrangliste an Position 3 gesetzt ist, insgeheim den Turniersieg.
Mit der Final-Qualifikation vor knapp zwei Wochen in Wien meldete sich Patty Schnyder gerade rechtzeitig wieder in der erweiterten Weltspitze zurück. «Es ist schön, vor eigenem Publikum zu spielen und zu Hause schlafen zu können», erklärt die 22-jährige Linkshänderin, die seit Ende April mit dem Franzosen Hubert Choudury als Trainer arbeitet.
Die ehemalige Top-Ten-Spielerin hatte mit der definitiven Zusage lange zugewartet. Die zeitliche Nähe zur amerikanischen Hartplatzsaison stimmte Patty Schnyder anfänglich skeptisch. «Doch nun stehe ich voll hinter meiner Teilnahme und will das Turnier wenn möglich gewinnen, um mich im Ranking Richtung Nummer 20 zu orientieren.» Trotz einer leichten Grippe habe sich sie in den letzten Tagen ideal auf das Heimturnier vorbereiten können.
Vor Schnyder figuriert im Tableau das Duo Silvia Farina Elia (It/WTA 19) und Magui Serna (Sp/WTA 28). Paola Suarez, die aktuelle Nummer 27 aus Argentinien, erteilte wegen einer Schulterverletzung den Organisatoren kurzfristig eine Absage. «Nur in seltenen Fällen gewinnen die Nummern eins und zwei das Turnier», kommentiert Patty Schnyder ihre Ausgangslage.
Sicher drei weitere Schweizerinnen im Hauptfeld
Dank einer Wild Card sind mit Miroslava Vavrinec, Emmanuelle Gagliardi und Marie-Gaiané Mikaelian drei weitere Schweizerinnen im Hauptfeld vertreten.
In der dreitägigen Qualifikation vom Samstag bis Montag kämpfen nochmals drei weitere Schweizerinnen um den Einzug ins 32er-Hauptfeld: Turnierleiter Thomas Wirz hat das Schweizer Fedcup-Team vom vergangenen Wochenende in Australien, Aliénor Tricerri (WTA 417) sowie Myriam (WTA 500) und Daniela Casanova (WTA 537), mit Wild Cards ausgestattet.
Von den aktuellen Top 50 sind auf den zwei Sandplätzen in Allschwil zudem die Italienerin Francesca Schiavone (It), die beim French Open in den Viertelfinals an Martina Hingis gescheitert war, die Argentinierin Mariana Diaz-Oliva und die Spanierin Virginia Ruano Pascual vertreten, die im Wimbledon die (verletzte) Martina Hingis aus dem Turnier verabschiedete. Stärker einzustufen, als es die Position in der Weltrangliste vermuten lässt, sind die Sandplatz-Spezialistinnen Joannette Kruger (SA), Cristina Torrens Valero (Sp), Rita Kuti Kis (Un) oder die junge French-Open- Viertelfinalistin Petra Mandula (Un).
Zweites WTA-Turnier in der Schweiz
Das PreCon Ladies Open in Basel, neben Kloten das zweite WTA-Turnier in der Schweiz, ging aus dem Internationalen Frauen-Einladungsturnier des TC Old Boys hervor. Die Organisatoren wollen sich angesichts der weltweit immer grösseren Beachtung des Frauentennis und der erfreulichen Situation in der Schweiz mit vier Top-100-Spielerinnen sowie verheissungsvollem Nachwuchs im Turnierkalender einen festen Platz erobern.
swissinfo und Agenturen
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