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Peinlicher ZSC-Flop gegen Langnau

Der Freiburger Craig Ferguson (Mitte) wird durch die Luganesi Flavien Conne (links) und Patrick Sutter in die Zange genommen. Keystone

Den Flop der 21. Runde leisteten sich die ZSC Lions: Der Meister blamierte sich im Hallenstadion beim 1:4 gegen den Vorletzten Langnau. Freiburg rutschte auf der Tabelle weiter ab. Davos bleibt Leader.

24 Stunden nach dem Derby-Frust in Kloten (3:5) verlängerte sich die Leidensgeschichte der ZSC Lions um ein weiteres Kapitel. Langnau, derzeit selber alles andere als ein Gütesiegel der NLA- Mittelschicht, profitierte von der desolaten Darbietung der Stadtzürcher und verliess das Hallenstadion mit einem verdienten 4:1-Sieg.

Die Niederlage gegen die ebenfalls kriselnden Tigers zeichnete sich frühzeitig ab. Schon nach 23 Sekunden waren die nonchalanten Zürcher in Schieflage geraten. John Fust lenkte einen Querpass des Amerikaners Brian Bonin am machtlosen Ari Sulander vorbei zum 1:0 ins Tor. Als dann Sascha Schneider und Dan Gauthier – in Unterzahl! – kurz nach Spielmitte innerhalb von 160 Sekunden für den SCL auf 3:0 erhöhten, war das Schicksal der Lions besiegelt

Der Grossteil der knapp 7’800 Zuschauer war nach der fünften Heimniederlage der Lions masslos verärgert. Lange nach Spielschluss war im Oerliker Tempel ein gellendes Pfeifkonzert zu hören. Manager Simon Schenk, sonst bestimmt nicht pressescheu, vermied es tunlichst, die missratene Darbietung seines Personals öffentlich zu kritisieren.

Huras vor dem Aus?

Trainer Larry Huras gab sich nach Spielschluss zwar kämpferisch («Ich werde für die Lions bis zu meinem letzten Arbeitstag kämpfen»), blickte der nahen Zukunft (und Entlassung) aber realitätsnah entgegen. Die Mannschaft brauche nun wahrscheinlich einen neuen Impuls von aussen. Wer den geben soll, sei eigentlich unerheblich, so der Kanadier. Lange, das steht fest, werden die Zürcher Verantwortlichen nicht mehr tatenlos zusehen.

Lausanne – Kloten

Der Russe Dimitri Schamolin liess sich von den erneut über 9’000 Zuschauern in der Malley-Halle ausgiebig feiern. Zweimal lagen die Waadtländer trotz überzeugender Leistung gegen Kloten zurück, zweimal sorgte der Moskowiter Flügelstürmer für den Ausgleich. Das Tor zum 2:2-Endstand schoss der beste HCL-Torschütze sechs Minuten vor Schluss der regulären Spielzeit.

Eine längere Druckperiode im Mittelabschnitt hätte Kloten eigentlich zu mehr als dem ersten NLA-Tor durch das 17-jährige Talent Patrick Bärtschi (2:1) nutzen müssen. Lausannes Abwehr war in jener Phase während einiger Minuten mit Ausnahme von Hüter Reto Schürch ohne Orientierung und durfte sich glücklich schätzen, nicht höher in Rückstand zu geraten.

Unerklärlicherweise brachen die Zürcher nach ihrer vorübergehenden Hausse dann aber regelrecht ein. Goalie Reto Pavoni musste mehrfach solo auf ihn zustürmende Lausanner stoppen; einzig von Schamolin liess er sich bezwingen, womit die Klotener ihren Derby-Sieg gegen Kloten wenigstens halbwegs bestätigten.

Die übrigen Spiele

Mit einem problemlosen 4:1-Heimsieg gegen ein erneut schwaches Rapperswil verteidigte Davos die Leaderposition erfolgreich.

Verfolger Ambri überzeugte auswärts gegen Bern mit dem 3:1-Erfolg. Zug, die derzeitige Nummer 4 in der NLA, musste sich zu Hause gegen Chur mit einem 2:2 bescheiden.

Feiburg blieb beim 4:5 vor eigener Kulisse gegen Lugano zum fünften Mal in Folge ohne Sieg und rutschte hinter Aufsteiger Lausanne auf Platz 8 ab – noch zwei Punkte beträgt die Freiburger «Strichreserve».

swissinfo und Agenturen

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