Problemloser Einbahn-Verkehr
Der Schwerverkehr durch den Gotthard-Strassentunnel funktioniert reibungslos. Wegen der Dosierung müssen die Lastwagen aber über eine Stunde warten.
Seit fünf Uhr am Montagmorgen herrscht Alltagsverkehr am Gotthard. Laut Herbert Planzer, Mediensprecher der Urner Kantonspolizei, hält sich der Verkehr im erwarteten Rahmen. Der Schwerverkehr rolle ohne Probleme durch den Tunnel, die Dosierstellen vor beiden Portalen konnten jeweils geleert werden.
Verordneter Einbahn-Verkehr
Seit der Wiedereröffnung des Gotthardtunnels am 22. Dezember wird der Schwerverkehr alle zwei Stunden in einer Richtung durch die Röhre geleitet. Für die Lastwagen gilt ein Mindestabstand von 150 Metern.
Dosierstellen in Amsteg und Quinto, an denen die Laster bis zur Durchfahrt warten müssen, bieten Platz für 150 Brummis.
Noch mehr Laster in einer Woche
Zwar habe der Verkehr wie erwartet im Verlauf des Morgens stetig zugenommen, sagte Planzer. Im Verlauf des Nachmittages nehme die Zahl der Laster dann wieder ab. Eine weitere Zunahme des Schwerverkehrs werde zudem ab Mitte Januar erwartet.
ASTAG unglücklich
Auf diesen Zeitpunkt hin prognostiziert der Schweizerische Nutzfahrzeugverband ASTAG die Krise: «Wir befürchten, dass diese Situation mit dem Einbahnregime und den Stauplätzen zum Chaos führen wird», sagte Beat Keiser, Mediensprecher des ASTAG.
Der erste Arbeitstag sei nicht repräsentativ, da die verladende Wirtschaft noch nicht unterwegs sei, sagte er weiter.
Weniger Verkehr am San Bernardino?
Ob und wie sich die Gotthardtunnel-Öffnung auf den Schwerverkehr am San Bernardino auswirkt, steht noch nicht fest.1
Die Kantonspolizei Graubünden will die Entwicklung der nächsten Tage abwarten. Am Montagmorgen jedenfalls wurde auf der A13 nur wenig Schwerverkehr registriert.
1500 LKWs weniger pro Tag
Vor dem Unfall fuhren rund 5000 Lastwagen durch den Gotthard-Tunnel. Mit der neuen Verkehrsführung werden es rund 3500 sein.
swissinfo und Agenturen
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