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Rad: Markus Zberg holt Bronze

Markus Zberg (rechts) auf dem Podest. Keystone

In der Frühlings-Classique der Radrennfahrer von Mailand nach Sanremo musste sich Markus Zberg im Endspurt Mario Cipollini und Fred Rodriguez beugen.

Der 27-jährige Zberg war der zweite Schweizer, der auf der Via Roma in der so genannten «Classicissima» einen Podestplatz holte. Erstmals war dies Erich Mächler 1987 gelungen.

«Mein Ziel war eine Klassierung unter den ersten zehn, aber mit etwas Glück konnte ich vor dem Rennen auch mit einem Rang auf dem Podest rechnen», sagte Zberg.

Auf der Zielgeraden erhielt Zberg zunächst Unterstützung von seinem Bruder Beat. Aber im Gedränge geriet Markus Zberg aus dem Windschatten seines Teamkollegen und musste sich ohne Hilfe wieder in eine gute Ausgangslage manövrieren.

Vorderrad an Hinterrad

«Ich versuchte, in die Nähe von Cipollinis Hinterrad zu kommen. Das gelang mir schliesslich auch, aber da war es zu spät. Ich hatte eine sehr gute Position, aber an Cipollini und Rodriguez kam ich nicht mehr vorbei», berichtete der Urner.

Knapp 50 Fahrer spurteten um den Sieg. Wegen des Gegenwindes war im Finale keinem Vorstoss Erfolg beschieden. Auch Co-Favorit Paolo Bettini aus Italien wurde mit Giuliano Figueras am Hinterrad auf dem letzten Kilometer gestellt. «Die Mannschaft von Cipollini hatte das Rennen in der Schlussphase unter Kontrolle», sagte Zberg.

Massenfahren am Berg

Ganz nach dem Gusto des Schweizers verlief die Entscheidung freilich nicht. An der Cipressa, dem zweitletzten Tageshindernis gut 20 Kilometer vor dem Ziel, wäre Zberg ein höheres Tempo angenehmer gewesen, um das Feld zu dezimieren. So nahmen aber mehr als 60 Fahrer den finalen Anstieg, den Poggio di Sanremo, zusammen in Angriff. «Dies hatte ein sehr nervöses Finale zur Folge», sagte Zberg.

Sieger mit starken Nerven und verlässlichem Team

Kühlen Kopf behielt in der Entscheidung insbesondere Cipollini: Nach 34 Etappensiegen im Giro d’Italia und deren 12 in der Tour de France gewann der Toskaner einen Tag nach seinem 35. Geburtstag erstmals ein grosses Eintagesrennen.

«Dies ist der wichtigste Sieg meiner Karriere», sagte Cipollini, «ich habe mich sehr gut vorbereitet, und auf meine Mannschaft war Verlass.»

swissinfo und Daniel Good (Si)

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