Rad: Triumph für Fabian Jeker in Portugal
Die Portugal-Rundfahrt ist für Fabian Jeker mit einem doppelten Triumph zu Ende gegangen. Der 32-jährige Baselbieter gewann als Leader auch das abschliessende Zeitfahren über 26 km und damit auch die 14-tägige Rundfahrt überlegen vor dem Russen Andrej Zintschenko.
In der Prüfung gegen die Uhr blieb Jeker 12 Sekunden schneller als der tschechische Spezialist Jan Hruska, im Vorjahr zweifacher Etappensieger im Giro d’Italia. Den zwei Minuten vor ihm gestarteten Gesamtzweiten Juan Mercado (Sp) holte der Schweizer beinahe ein.
«Vor dem Zeitfahren war ich sehr nervös, denn alle erwarteten von mir, dass ich die Rundfahrt gewinne. Die guten Zwischenzeiten gaben mir aber Auftrieb. Und schliesslich hatte ich nur noch das Ziel, mich auch im Zeitfahren durchzusetzen», sagte Jeker nach dem grössten Erfolg seiner Karriere.
Der schon lange in der Nähe von Alicante in Spanien wohnende Jeker bestreitet seine elfte Saison als Profi. Seit diesem Jahr ist er Mitglied des portugiesischen Maia-Teams, zwischen 1995 und 2000 stand er bei Festina unter Vertrag.
«Ich fahre auch nächstes Jahr für Maia. Es gefällt mir sehr gut in dieser Equipe. Dies ist auch der Grund für meine starken Leistungen in diesem Jahr», erklärte Jeker. Er wurde als Teamleader für die Rundfahrten verpflichtet und entschädigte seinen Arbeitgeber bereits mit dem Gesamtsieg in der Valencia-Rundfahrt.
In Maia, am Domizil seines Sponsors, verbuchte er schon die Saisonsiege Nummer 6 und 7. Auf diese Saison hin veränderte Jeker die Trainingsgestaltung und versucht, wie Lance Armstrong mit kleineren Übersetzungen zum Erfolg zu kommen.
Vor einem Jahrzehnt war Jeker eine grosse Karriere prophezeit worden. Vor neun Jahren beendete er die Tour de Suisse als bester Jungprofi und gewann zugleich die Galicien-Rundfahrt (inklusive einem Zeitfahren). Fortan aber machten ihm häufig Verletzungen und Krankheiten zu schaffen. So blitzte Jekers Klasse nur noch selten auf wie etwa beim Etappensieg 1995 im Dauphiné Liberé und ein Jahr später mit Platz 2 in der Lombardei-Rundfahrt, der anspruchsvollsten Herbst-Classique.
Der Auslandschweizer Jeker hatte die Gesamtführung in der Portugal-Rundfahrt im ersten Zeitfahren am letzten Donnerstag an sich gerissen und das Leadertrikot in den folgenden Bergetappen mit Erfolg verteidigt.
swissinfo und Agenturen
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