Salt Lake City auch für die Bernerinnen
Die Schweizer Männer setzten ihren Siegeszug an den Curling-EM in Vierumäki (Fi) fort und auch das Schweizer Frauenteam ist erfolgreich.
Die Bernerinnen haben mit Erfolgen gegen Finnland und Norwegen nun die Olympia-Teilnahme auf sicher und können aus eigener Kraft in die Halbfinals vorstossen.
Nach dem budgetierten morgendlichen Sieg gegen Aussenseiter Finnland (8:6) ging es am Dienstagabend für das Team von Bern AAM ausgerechnet gegen Norwegen (Europameister 1999 und EM-Finalist 2000) um sehr viel.
Aber wie schon im April 2000 im WM-Halbfinal von Glasgow jubelten zuletzt die Bernerinnen. Skip Luzia Ebnöther spielte wieder einen ähnlich schwierigen (und riskanten) allerletzten Stein wie damals – und hatte abermals Erfolg.
Gegen das Team der routinierten Dordi Nordby – sie war 1990 und 1991 Weltmeisterin – bestätigten die Bernerinnen ihren Aufwärtstrend an diesem Turnier, auch wenn sie in einigen Situationen von gegnerischen Fehlsteinen profitierten. Vorentscheidend war im 8. End ein «gestohlenes» Zweierhaus zum 5:3, das Nordby verursachte, weil ihr letzter Stein gut einen Meter zu kurz blieb.
Die Bernerinnen haben nun die letzte Selektions-Anforderung für Salt Lake City – Rang 6 war verlangt – bei weitem erfüllt und können ihr Augenmerk auf die Medaillenspiele richten.
Die Curler von Biel-Touring um Skip Andreas Schwaller trumpften bei ihrem fünften Sieg in Serie gegen die zuvor noch ungeschlagenen WM-Dritten aus Norwegen (Pal Trulsen) gross auf. In einer beidseits offensiv geführten Partie glückte den Bielern ein (seltenes) Fünferhaus im 4. End und dann noch ein Viererhaus im 7. End, worauf die Norweger beim Stand von 9:3 aufgaben.
Nachdem sie die Olympia-Qualifikation längst auf sicher haben, sind die Bieler nun den EM-Halbfinals schon sehr nahe gerückt. Von den starken Gegnern wartet in den letzten drei Runden nur noch Titelverteidiger Finnland. Daneben können die Schweizer noch gegen die Aussenseiter Frankreich und Tschechien antreten.
swissinfo und Agenturen
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