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Schliesslich Rang 11

Torhüter Martin Gerber bei einer seiner vielen Paraden. Keystone

Das Schweizer Eishockey-Nationalteam hat das Olympia-Turnier immerhin noch mit einem Sieg beendet. Die Schweizer schlugen Oesterreich 4:1.

Torhüter Martin Gerber spielte Weltklasse: Er hielt 54 von 55 Schüssen. Erst den 44. österreichischen Abschlussversuch von Tom Searle in der 45. Minute vermochte der 27-jährige Emmentaler vom Färjestads BK nicht mehr zu parieren.

Martin Gerber hat in der National-Mannschaft schon zwölfmal bloss ein Gegentor kassiert, wartet aber immer noch auf den ersten Shutout.

Dass Gerber gegen Österreich derart beschäftigt wurde, stellt dem Rest des Schweizer Teams nicht gerade ein gutes Zeugnis aus. Die Schweizer suchten im Gegensatz zum Ukraine-Spiel ihr Heil gezwungenermassen in der Defensive. Die Schlüsselszenen zum Schweizer Sieg spielten sich in der 37. und der 51. Minute ab. In der ersten Szene verhinderte erst Gerber mirakulös gegen Perthaler das 1:1, im Gegentor gelang Martin Plüss das 2:0.

In der 51. Minute, sechs Minuten nach dem österreichischen Anschlusstreffer, schlossen Julien Vauclair (Tor) und Jean-Jacques Aeschlimann (Assist) in Unterzahl (!) einen Konter zum 3:1 ab. Das 4:1 erzielte Martin Plüss 40 Sekunden vor Schluss ins leere Tor.

JJ Aeschlimann

Nicht der zweifache Torschütze Martin Plüss, sondern JJ Aeschlimann war neben Gerber die wichtigste Figur im Schweizer Team. Der 34-jährige Seeländer brachte mit seinem dritten Olympia-Tor die Schweiz in der 31. Minute in Führung.

Aeschlimann gilt seit zehn Länderspielen als Mann für die wichtigen Tore: Beim 8:1 gegen Italien letzten Frühling im letzten WM-Spiel erzielte er die wegweisenden Tore vom 0:1 zum 2:1. Seine Penalty-Treffer bildeten am Deutschland-Cup die Grundlage zum Turniersieg. Und in Salt Lake City waren ihm bereits beim 3:3 gegen Frankreich (mit dem 1:1- Ausgleich) und beim Sieg über Weissrussland (mit dem 2:1-Siegtor) wichtige Treffer gelungen.

Der elfte Platz ist die schlechteste Schweizer Eishockey- Klassierung an Olympischen Spielen seit Platz 13 1936 in Garmisch. 1976 in Innsbruck wurde die Mannschaft ebenfalls Elfte.

swissinfo und Rolf Bichsel, Salt Lake City (Si)

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