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Schumi wirbt für die Schweiz

Schumi macht PR für die Schweizer Berge. Keystone Archive

Die Swissair war einer der wichtigsten Partner von Schweiz Tourismus. Nach dem Airline-Bankrott braucht der Tourismus nun dringend mehr Geld. Der Bund hat offenbar Verständnis.

Die Schweizer Tourismus-Branche leidet unter den Folgen der Terrorattacke auf die USA und des Swissair-Debakels. Wirtschaftsminister Pascal Couchepin hat ein «offenes Ohr» für die Forderungen und will das Anliegen demnächst dem Gesamtbundesrat vortragen.

Vorverhandlungen seien im Gang, bestätigt Heinz Keller, Schweiz Tourismus-Leiter Produkte/Medien gegenüber swissinfo, ohne jedoch auf Einzelheiten einzugehen. Die Bedeutung einer nationalen Airline für die langfristige Entwicklung des Reise-, Ferien- und Kongresslandes Schweiz sei sehr gross und von strategischer Bedeutung.

Minus eine Milliarde

Gut 300’000 Arbeitsplätze seien in der Schweiz vom Tourismus abhängig, und da sei es klar, so Keller, dass ST nach dem Swissair-Debakel grösstmögliche anderweitige Kooperationen einzugehen versuche. Insgesamt erwartet die Tourismus-Dachorganisation etwa 50% weniger amerikanische und 30% weniger japanische Gäste, was einer Umsatzbusse von einer Milliarde Franken entspricht.

Sympathieträger Schumi

Tourismus Schweiz lässt sich also Einiges einfallen, um das lädierte Image des Landes aufzupolieren und setzt unter anderem auf das «Natur- und Bergerlebnis Schweiz». Formel 1-Weltmeister Michael Schumacher soll dabei helfen. Im kommenden UNO-Jahr der Berge wird er sich für die Schweiz engagieren. Weitere ähnliche Aktionen mit prominenten ausländischen Stars, die in der Schweiz leben, sind laut Heinz Keller geplant.

Optimismus bei den Hoteliers

Nicht nur die Nöte der ST will Volkswirtschaftsminister Couchepin lindern, auch den Hoteliers macht er Hoffnung: Der Mehrwertsteuer-Sondersatz auf Übernachtungs-Leistungen soll nämlich nicht gestrichen werden. Jedenfalls wenn es nach ihm geht. Zum Missfallen von Finanzminister Kaspar Villiger möchte Couchepin diese Leistung zumindest bis 2006 verlängern.

Erfreut darüber sind die Hoteliers. Hans-Ruedi Huber, Kommunikationschef beim Schweizer Hotelierverein sagte gegenüber swissinfo, dass man für die Beibehaltung des Sondersatzes von 3,6% heftig kämpfe. Der Hotelierverein arbeite in dieser Sache eng mit TS zusammen.

Auch Tourismus-Lobbyist Duri Bezzola gibt sich optimistisch: Die Mehrheit für eine Verlängerung des Mehrwertsteuer-Sondersatzes sei im Nationalrat vorhanden.

Monika Lüthi

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