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Schweiz gewinnt Nationenpreis

Ein Stütze der Schweizer Equipe: Lesley McNaught auf Dulf. Keystone

Die Schweiz hat am CSIO Luzern überlegen den mit 124'000 Franken dotierten Credit Suisse Nationenpreis gewonnen. Bereits nach drei Reitern im zweiten Umgang stand der 10. Nationenpreis- Sieg der Schweizer im eigenen Land fest.

Die Schweizer Equipe gewann auf der Allmend vor 12’500 begeisterten Zuschauern mit 13 Punkten überlegen vor Frankreich mit 20 und Irland mit 20,25 Punkten.

Erstmals in dieser Saison trat das für Sydney vorgesehene Schweizer Olympia-Team mit Lesley McNaught/Dulf, Markus Fuchs/Tinka’s Boy, Beat Mändli/Pozitano und Willi Melliger/Calvaro komplett an. Obwohl Equipenchef Martin Walther die Erwartungen dämpfte und auf den «Kaltstart» einiger seiner Spitzenpaare hinwies, zeigten die Schweizer Klasseritte und präsentierten ihre Vierbeiner bereits in beeindruckender Frühform.

Mit 0,75 Punkten lag das einheimische Quartett, das mit der ungünstigen Startnummer 1 den Hauptevent mit 12 Mannschaften eröffnete, nach dem ersten Umgang auf Rang zwei. Mit der Idealpunktzahl Null führte Holland. Hinter der Schweiz belegte Irland mit 8,25 Zählern Rang drei vor den punktgleichen Frankreich, Deutschland und Schweden (je 12 Punkte), das vor Wochenfrist den Nationenpreis in Rom für sich entschieden hatte.

In der Reprise brach Holland ein, sammelte 28 Punkte und fiel auf den fünften Platz zurück. Umgekehrt steigerte sich Frankreich vom vierten auf den zweiten Platz. Konstanz auf höchstem Niveau hatte aber nur ein Team – Gastgeber Schweiz. Ruhig, kontrolliert führte Lesley McNaught ihren Dulf zweimal ohne Abwurf über die 12 Hindernisse, die das Parcoursbauer-Duo Fischer/Lüdi in die Bahn platziert hatte.

Die EM-Dritte von Hickstead nahm zweimal minime Zeitüberschreitungen in Kauf, war aber eine Bank punkto Sicherheit und Zuverlässigkeit. Luzern-GP-Sieger Markus Fuchs scheiterte mit Tinka’s Boy am heiklen Schlusssprung nach dem Wassergraben und lieferte im ersten Umgang das Streichergebnis. In der Wiederholung tappte der Hengst leicht ins Wasser und patzte abermals an der diffizilen Stationata am Schluss.

Fuchs nahm dies gelassen und konnte sich mit den Siegen in den zwei wichtigsten CSI0-Prüfungen und Einnahmen von 41’450 Franken als erfolgreichster Reiter freuen.

Der Weltcup-Dritte Beat Mändli, Neunter im Landrover GP am Freitag (02.06.), bewies mit Pozitano abermals seine Qualitäten. Der Thurgauer Stilist war makellos im ersten Durchgang und hatte nur ein Versäumnis am Schlusssprung des zweiten Umgangs. Mändlis Rheinländer flog in hohem Flug und federnd über die Hindernisse.

Willi Melliger schliesslich stellte Calvaro weit weniger verkrampft als am Freitag vor, als er ungewohnt mit drei Fehlern den Parcours beeendet hatte und manche seiner Bewunderer enttäuschte. Melliger ging in sich, korrigierte seine Missgeschicke und erntete den verdienten Applaus nach seinem Nullfehler-Ritt im ersten Umgang. Dass Calvaro nach wie vor der Publikumsliebling ist, wurde deutlich, als der Holsteiner-Schimmel fehlerlos das Ziel erreicht hatte.

Zur Wiederholung musste der 14-jährige Holsteiner nicht mehr antreten. Die Schweiz hatte schon das Sieggeld von 40 000 Franken gewonnen und mit dem ersten Nationenpreis-Triumph seit Aachen 1999 die Führung in der diesjährigen Nations-Cup-Serie übernommen.

swissinfo und Agenturen

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