Schweiz im Schengen-Examen
Hat die Schweiz das Schengen-Informationssystems (SIS) im Griff? Dies haben Experten der Europäischen Union (EU) auf Inspektionsreise durch das Land geprüft.
Seit 14. August fahnden in der Schweiz Polizei und Grenzwacht mit dem SIS nach Straftätern und Diebesgut. Bei der fünften und letzten Evaluierung, welche die Fachleute aus den EU-Staaten am Freitag abschlossen, ging es um die korrekte Anwendung der Fahndungsdatenbank, an die alle Schengenländer angeschlossen sind.
Zu welchem Schluss die Prüfer gekommen ist, steht noch nicht fest. Sie beraten am 26. September das weitere Vorgehen. Hat die Schweiz ihre Hausaufgaben gemacht, wird der EU-Ministerrat Ende Oktober grünes Licht für die Anbindung der Schweiz ans System geben.
Bern hat über die ersten zwei Wochen mit dem neuen System eine positive Bilanz gezogen. Im ganzen Land seien rund 400 Treffer verbucht worden, so das Bundesamt für Polizei. Ein Grossteil davon gehe auf das Konto des Grenzwachtkorps. Technische Probleme sind laut BAP bisher ausgeblieben.
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