Schweizer liegen zurück
In der Davis-Cup-Begegnung Russland - Schweiz steht es nach drei Begegnungen 2:1. Roger Federer und Marc Rosset verloren die Begegnung vom Samstag.
Roger Federer und Marc Rosset unterlagen dem russischen Duo Jewgeni Kafelnikow und Marat Safin in vier Sätzen mit 2:6, 6:7, 6:7 und 2:6.
Bei den beiden Einzeln vom Freitag hatte Roger Federer Marat Safin mit 7:5, 6:1 und 6:2 geschlagen. Michel Kratochvil unterlag Jewgeni Kafelnikow 6:3, 4:6, 1:6, 7:6 und 6:2.
Für die Schweiz wird die Aufgabe in Moskau nun äusserst schwierig. Will das Team von Peter Carter doch noch die Viertelfinals erreichen, muss es die restlichen zwei Einzel am Sonntag gewinnen. Vorerst spielen Roger Federer und Jewgeni Kafelnikow gegeneinander, anschliessend trifft Michel Kratochvil auf Marat Safin.
Er fühle sich immer noch frisch, sagte Federer nach seiner ersten Niederlage in einem Davis-Cup-Doppel. «Ich bin bereit, dafür zu sorgen, dass Kafelnikow nicht noch einen dritten Punkt gewinnt.» Und wenns vor dem letzten Einzel 2:2 steht? «Es kommt sicher darauf an, wie gut Safin drauf ist. Doch wir haben auf jeden Fall eine Chance.»
Der Samstag war für das Schweizer Davis-Cup-Team in den letzten fünf Jahren stets ein Freudentag: Neunmal in Folge hatten sie das Doppel für sich entschieden, stets mit von der Partie war der vor wenigen Tagen zurückgetretene Lorenzo Manta. Fünfmal siegte der Winterthurer mit Rosset, zuletzt viermal mit Federer.
Diese Serie, die nach der Niederlage von Manta/Rosset im Februar 1997 gegen die Schweden Nicklas Kulti und Mikael Tillström begonnen hatte, wurde mit dem 2:6, 6:7 (6:8), 7:6 (7:0), 2:6 jäh beendet.
Federer, dem die Führungsrolle zugedacht war, fand den Tritt zu Beginn überhaupt nicht. Das lag unter anderem daran, dass er seit den Swiss Indoors im vergangenen Oktober (mit Kratochvil) nicht mehr Doppel gespielt hatte.
Und als Federer endlich sein Rendement erreichte, war es zu spät; der 0:2-Satzrückstand war eine zu schwere Hypothek. Schade, denn Jewgeni Kafelnikow und Marat Safin spielten zwar solide, doch mit einem stärkeren Auftritt wären die beiden Russen sicher zu schlagen gewesen.
Die Hoffnung, die nach dem gewonnenen dritten Satz und vier abgewehrten Matchbällen im Schweizer Lager aufkam, war nur von kurzer Dauer. Im vierten Satz gaben Federer und Rosset gleich ihren Service ab und lagen schnell 0:4 im Rückstand.
Mehr als zu vier beziehungsweise drei Breakchancen in den restlichen Aufschlagspielen der Russen reichte es den Schweizern nicht mehr.
swissinfo und Agenturen
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