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Ein jubelnder Lonny Bonhonos nach dem 1:0. Keystone

Eine markante Leistungs-Steigerung gegenüber dem ersten Spiel verhalf den Kloten Flyers zum verdienten 3:1-Sieg gegen den HC Davos.

Im Vergleich zum letzten Donnerstag agierte Kloten wie verändert. Endlich wurden die Überzahl-Situationen ausgenützt, das schnelle Kombinations-Spiel praktiziert, die Fehlerquote sehr tief gehalten und Schüsse sehr gut abgeblockt.

Im Playoff 2002 liess Wladimir Jursinows Equipe vor dem zweiten Spiel gegen Davos nicht weniger als 21 Powerplay-Situationen ungenützt verstreichen. Doch Guignard nach 294 Sekunden sowie ein herrlicher Schlenzer von Sven Lindemann (6. Playoff-Tor) nach knapp zehn Minuten unter die Latte setzten der Klotener Powerplay-«Impotenz» ein Ende. Auch das spielentscheidende 3:1, erneut durch Guignard (33.), fiel in Überzahl.

Derweil überzeugte das irgendwie überheblich wirkende Davos im zum zweiten Mal in dieser Saison ausverkauften Schluefweg gar nicht. Trainer Arno del Curto sah sich nach dem 2:0 (10.) gezwungen, sein Timeout zu nehmen. Es nützte indes herzlich wenig.

Denn Kloten kontrollierte die Partie zumindest in den ersten 30 Minuten souverän. Zudem wehrte der sehr sichere Goalie Reto Pavoni 14 von 16 Schüssen ab. Zumindest beim zweiten Gegentreffer durch Gianola (53.) traf den ehemaligen Internationalen keine Schuld.

Der sichtlich zufriedene Wladimir Jursinow bezeichnete die Klotener Leistung als «die beste in diesem Jahr». Sie hätten ihre Geschwindigkeit, die Beweglichkeit, das Passspiel und natürlich das Powerplay enorm verbessert, hielt Jursinow fest, der zwar wie immer an der Bande entlang «tigerte», aber für einmal ein sehr passives Coaching betrieb. «Ich musste ja kaum Korrekturen anbringen…», sagte der Russe schmunzelnd.

Erst im letzten Drittel, und insbesondere in den letzten zehn Spielminuten, erzeugte Qualifikations-Sieger Davos viel Druck und «Verkehr» vor dem Klotener Tor. Jursinow reagierte, indem er den vierten Block mit Patrik und Deny Bärtschi sowie Center Lemm nicht mehr einsetzte.

Doch Pavoni rettete in der 51. Minute erst gegen Bohonos und parierte auch den Nachschuss von Miller mirakulös. Allerdings hätte Davos den Sieg für seine Passivität nicht verdient. Für einmal agierte auch der gleichwohl zum besten Spieler gewählte Topskorer Lonny Bohonos unter seinem Rendement.

Einen Wehrmutstropfen hatte der erste Klotener Heimsieg gegen Davos seit dem 6. November 1999 (4:2): Verteidiger Marco Klöti schied nach einem Ellbogencheck von Björn Christen mit einer Hirnerschütterung aus. Ob Christens Aktion eine weitere Folge in der Serie «Playoff-Videospiele mit Heinz Tännler» darstellt, entscheidet sich Mitte Woche.

swissinfo und Agenturen

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