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Spannende Cross-EM

Für Anita Weyermann kommt die Cross-EM in Thun zu früh. Keystone

356 Läuferinnen und Läufer aus 27 Ländern haben sich bis Ablauf der Meldefrist definitiv für die 8. Cross-EM am Sonntag in Thun eingeschrieben.

In den Elitekategorien der Frauen und Männer starten je sieben aus den letztjährigen Top 10 in Malmö. Im Männerfeld führt der Sieg über den Titelverteidiger und vierfachen Goldmedaillen-Gewinner Paulo Guerra (Por) und Sergei Lebid (Ukr), Europameister 1998 und 2000 Zweiter in Schweden.

Hohe Erwartungen an Christian Belz

Auf Grund der günstigen Wetterprognose zeichnet sich eine Spitzenklassierung des Berners Christian Belz ab.
Der zu erwartende schnelle Rasenparcours auf dem Thuner Waffenplatz entspricht dem Olympia- und WM-Teilnehmer über 3000 m Steeple.

Die bisher beste Schweizer EM-Klassierung im Hauptrennen der Männer, der 43. Rang des aktuellen 800-m-Weltmeisters André Bucher von 1995 in Alnwick (Gb), dürfte übertroffen werden. Der starke 3. Platz am Wochenende in der Course de l’Escalade in Genf hat Belz endgültig in die Leaderrolle im Schweizer Team gedrängt.

Anita Weyermann noch nicht in Topform

Weniger erfreulich präsentiert sich die Ausgangslage nach dem verletzungs-bedingten Ausfall der Cross-WM-17. Sabine Fischer (Rapperswil) bei den Frauen. Anita Weyermann, die 1999 in Velenje (Sln) den EM-Titel gewonnen hatte, fühlt sich nach der verpfuschten Sommersaison noch nicht in Topform: «Für mich kommt die EM zu früh.»

Ihr eigentliches Saisonziel sind die Cross-WM im März in Dublin (Irl). Auf dem kiesigen Untergrund in Thun, der das Wasser schnell ablaufen lässt, darf sich Weyermann keine Hoffnungen auf den von ihr bevorzugten sumpfigen Untergrund machen. «Auch ohne Schlammschlacht will ich aber zeigen, dass es mit mir wieder aufwärts geht.»

Nicht gemeldet ist Titelverteidigerin Katalin Szentgyörgyi (Un). Zum engsten Favoritenkreis zählen Analidia Torre (Por/EM-Zweite 2000) und Olivera Jevtic (Jug), die viermal in Serie EM-Dritte wurde. Auf der Startliste figuriert auch die Finnin Annemari Sandell. Die 24-jährige Cross-Spezialistin hat zwar 1995 Gold und 1998 Silber erlaufen, in den letzten zwei Jahren aber kaum mehr für Schlagzeilen gesorgt.

Thun ist nicht ganz Malmö

Die Felder in den Kategorien Männer (9,15 km), Frauen (4,65 km), Junioren (6,15 km) und Juniorinnen (3,15 km) umfassen je rund 90 Athletinnen und Athleten. Punkto teilnehmender Länder kommen die Thuner nicht ganz an den Rekord von Malmö 2000 (32) heran. Nach einem im Frühling gefassten Beschluss des Europäischen Leichtathletik-Verbandes zählen jetzt die vier Bestklassierten (bisher drei) jedes Landes für die Nationenwertung; höchstens sechs Läufer dürfen starten.

Der Schweizer Nationaltrainer Christoph Schmid erhofft sich in jeder Kategorie eine Platzierung unter den ersten sechs.

swissinfo und Agenturen

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