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Start zur Golden League mit drei Schweizern

Ob Sabine Fischer in Rom wieder jubeln kann? Ihre Chancen für die WM-Limite sehen jedenfalls gut aus. Keystone

Mit André Bucher (800 m), Sabine Fischer (1500 m) und Christian Belz (3000 m Steeple) erfolgt am Freitagabend (29.06.) im Römer Olympiastadion der Start in die Golden League, der "Grand-Prix- Superklasse" der Leichtathletik.

Erst zum zweiten Mal in der nun beginnenden vierten Saison der Golden League haben an einer Veranstaltung im Ausland gleich drei Schweizer den Sprung auf die Startliste geschafft.

Im vergangenen Jahr, kurz vor den Olympischen Spielen in Sydney, gelang dies mit Bucher, Marcel Schelbert (400 m Hürden) und Anita Weyermann(1500 m) einem anders zusammengesetzten Trio.

Schelbert und Weyermann kämpfen derzeit mit Problemen; umso stärker sind die Olympia-Neunte Sabine Fischer und der frisch gebackene Schweizer Steeple-Rekordler Christian Belz.

Hohe Erwartungen

Peter Schläpfer, der Technische Direktor des Schweizerischen Leichtathletik-Verbandes (SLV), traut Sabine Fischer die WM-Limite für Edmonton (4:07,00) zu und erwartet von Christian Belz, der sich bereits für die WM qualifiziert hat, eine weitere Steigerung.

Fischer trifft unter anderen auf Olympiasiegerin Nouria Benida-Merah (Alg), Belz auf nicht weniger als 13 der stärksten afrikanischen Hindernisläufer.

Als Stars der Veranstaltung gelten die US-Sprint-Olympiasieger Marion Jones und Maurice Greene, die über 100 m an den Start gehen.

Wiedersehen mit Longo und Borsakowski

Klar ist die Situation für André Bucher, den Jahres-Weltbesten (1:43,12) von 2000, nach seinem 400-m-Start vom Mittwoch in Luzern: Bei seinem ersten 800-er der Saison kann es in Rom nur darum gehen, an der Spitze mitzumischen.

Erstmals seit dem Olympiafinal von Sydney kommt es zum Aufeinandertreffen zwischen dem Schweizer Olympia-Fünften und dem Italiener Andrea Longo, der ihn aus dem Medaillen gerempelt hatte.

André Bucher hat die Golden League in diesem Jahr neben den WM als zweiten Schwerpunkt deklariert; vorgesehen sind Starts an allen sieben GL-Meetings.

Dies könnte sich auch finanziell lohnen, denn die 800 m der Männer gehören zu den sieben «Premium Events» der Liga mit Preisgeldern von 22’500, 18’000 und 12’000 Franken für die ersten drei Ränge bis hinunter zu 2’500 Franken für Platz 8.

Wiederum 50 kg Gold im Jackpot

Wie im vergangenen Jahr geht es in der Golden League um 50 kg Gold im Wert von rund 775’000 Franken für die beständigsten Siegerinnen und Sieger. Wer mindestens fünf Mal gewinnt, beteiligt sich am goldenen Jackpot.

swissinfo und Agenturen

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