Tansanischer Aussenminister bei Bundesrat Deiss
Bundesrat Joseph Deiss hat am Montag (01.05.) seinen tansanischen Amtskollegen Jakaya Mrisho Kikwete zu einem Arbeitsbesuch in Bern empfangen. Im Zentrum der Gespräche standen die bilateralen Beziehungen und die Situation in der Region der Grossen Seen.
Tansania sei ein Modell für Reformen und ein Hafen des Friedens in der Region, sagte Deiss nach den Gesprächen vor den Medien. Zwischen der Schweiz und dem ostafrikanischen Land gebe es keine Probleme. Auch Kikwete hob die ausgezeichneten Beziehungen zur Schweiz hervor.
Während der Friedensprozess in Burundi Anlass zu Hoffnung gebe, bestünden noch viele Schwierigkeiten für einen Frieden in der Demokratischen Republik Kongo, sagte Kikwete weiter.
Die Schweiz und Tansania wollen künftig auf bilateraler Ebene bei der Konfliktvermeidung und Friedensförderung zusammenarbeiten, führte Deiss aus. Er betonte zudem, dass die Schweiz das UNO- Kriegsverbrechertribunal im tansanischen Arusha sowohl finanziell als auch personell unterstützt und verwies dabei auf die ranghöchste Schweizerin im UNO-System,
Carla Del Ponte, die sowohl Chefanklägerin am Kriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien als auch des Ruanda-Tribunals in Arusha ist.
Deiss hatte im letzten Oktober in Tansania vier Abkommen für neue Hilfsprojekte unterzeichnet. Die Schweiz engagiert sich damit in dem ostafrikanischen Land mit 31,4 Millionen Franken in den Bereichen Gesundheit, Strassenbau und Entschuldung.
Im März gewährte die Schweiz Tansania 18,5 Millionen Franken zur Unterstützung der Strukturreformen, mit denen Tansania seine Wirtschaft stabilisieren will. Tansania ist seit 1981 ein Schwerpunktland der schweizerischen Entwicklungshilfe.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch