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Tennis: Nur Hingis weiter

Martina Hingis in Melbourne weiter. Keystone

Am Australian Open gewann zwar Martina Hingis gegen die Französin Virginie Razzano, Ivo Heuberger, Patty Schnyder und Marie-Gaïané Mikaelian schieden allesamt aus.

Die Schweizer Delegation beim Australian Open ist damit schon am Starttag wie befürchtet bereits erheblich geschrumpft. Roger Federer (gegen Michael Chang), Michel Kratochvil (Fernando Meligeni) und Emmanuelle Gagliardi (Jelena Lichowtsewa) kommen erst noch zum Einsatz.

Beflügelt vom siegreichen Comeback in Sydney gab sich Martina Hingis beim 6:2, 6:2 gegen Virginie Razzano keine Blösse und liess die Französin nicht mehr so sehr gewähren wie im vergangenen Jahr.

Damals war die Ostschweizerin gleichenorts im Drittrundenspiel um einiges mehr gefordert worden. Die Nummer 88 der Welt hielt wohl auch zu Beginn der Partie einigermassen mit, als die Ostschweizerin aber ihre Nervosität abgelegt hatte, hatte sie das Geschehen jederzeit im Griff.

Die nächste Gegnerin, Greta Arn, dürfte Martina Hingis ebenfalls kaum Probleme aufgeben. Die Deutsche nimmt im Ranking lediglich Platz 121 ein.

Dass mit der verletzten Serena Williams nun eine schwierige Gegnerin in ihrem Tableau-Viertel wegfällt, hat Martina Hingis zur Kenntnis genommen – mehr nicht: «Ich schaue von Spiel zu Spiel. Serena hat sicher den richtigen Entscheid getroffen. Ich habe ja selber erfahren müssen, dass es nichts bringt, trotz einer Verletzung zu spielen.»

Patty Schnyder chancenlos

Für Patty Schnyder war das Turnier nach lediglich 51 Minuten beendet. Beim 1:6, 2:6 gegen Monica Seles unterliefen der Baslerin zu viele so genannt leichte Fehler (29), um die dritte Niederlage in der dritten Begegnung mit der vierfachen Australian-Open-Championne abwenden zu können.

«Es ist schon brutal, gleich in der ersten Runde auf Monica Seles zu treffen. Um gegen sie bestehen zu können, muss in meinem Spiel alles stimmen.»

Der Wind

Von den Schweizer Aussenseitern war am ehesten Marie-Gaïané Mikaelian eine Überraschung zugetraut worden – zumindest, wenn die couragierten Auftritte der schweizerisch-armenischen Doppelbürgerin im vergangenen Jahr in Basel (Final) und Kloten (Viertelfinal) als Massstab herbei gezogen wurden.

Dass aus den Hoffnungen gegen die Bulgarin Magdalena Maleeva, die Nummer 13 des Turniers, eine 3:6, 4:6-Niederlage wurde, führte die Zahnarzt-Tocher aus dem Waadtland vor allem auf ihre mangelnde Erfahrung zurück: «Das grösste Problem war für mich der stark wehende Wind. Ich konnte mein Spiel nicht den gegebenen Bedingungen anpassen.»

swissinfo und David Bernold, si

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