Tennis: Vavrinec mit Kampf zum Sieg
Miroslava Vavrinec hat beim WTA-Turnier in Basel positiv überrascht. In einer zweieinhalbstündigen Hitzespiel bezwang die Ostschweizerin die als Nummer 8 gesetzte Spanierin Ana Isabel Medina Garrigues in drei Sätzen. Emmanuelle Gagliardi scheiterte im Abendspiel an Francesca Schiavone (It/4) mit.
Gagliardi wird der Niederlage gegen die 21-jährige Italienerin noch lange nachtrauern. Beim Stand von 5:4 im dritten Satz und eigenem Aufschlag vergab sie zwei Matchbälle. Danach war der Faden gerissen. Schiavone machte zehn Punkte in Folge. Gagliardi, die gegen die flinke Italienerin konditionell einen sehr starken Eindruck hinterliess, stemmte sich nochmals gegen die Niederlage, musste aber nach 3 Stunden und acht Minuten die Überlegenheit von Schiavone anerkennen.
«Ich habe gut gespielt und es bis zu zwei Matchbällen geschafft», sagte eine gefasste Gagliardi. Bei den entscheidenden Bällen sei sie etwa zu verkrampft gewesen. «Die Physis hat jedenfalls nicht den Ausschlag gegeben. Aber die Enttäuschung ist gross, das ist klar», meinte die 25-Jährige.
Zufriedene Vavrinec
Die im Ranking an Position 87 figurierende Ostschweizerin schien gegen die um 30 Positionen besser klassierte Spanierin nach dem klar verlorenen Startsatz auf die Verliererstrasse einzubiegen. Die 19-jährige Topspin-Spezialistin Medina Garrigues spielte druckvoll und fehlerlos, vermochte ihr Niveau aber nicht zu halten.
Vavrinec zeigte eine kämpferisch starke Leistung und war der Spanierin zum Schluss auch mental überlegen. Trotz acht vergebenen Breakbällen im fünften Spiel des dritten Satzes, das elfmal über Einstand ging, fiel Vavrinec nicht aus dem Konzept und entschied die Partie mit dem 2. Matchball. «Ich habe gekämpft und es hat sich gelohnt», zog die glückliche Schweizerin Fazit.
In der 2. Runde trifft die Vavrinec, die mit dem Brasilianer Rodriguez Nascimento bereits den dritten Trainer in dieser Saison unter Vertrag hat, nun frühestens am Mittwoch auf die Siegerin der Partie Patra Mandula (Un/Viertelfinalistin beim French Open 2001) gegen Adriane Gersi (Tsch).
swissinfo und Hans Leuenberger (sda), Basel
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