Test für «neue» Schweizer Nati
Nach sechs Jahren Frust und drei verpassten Endrunden-Qualifikationen soll in Zypern ein neues Kapitel in der Geschichte der Fussball-National-Mannschaft aufgeschlagen werden.
Das zypriotische Nationalteam, das zuletzt im November Erzrivale Griechenland auswärts 2:1 bezwang, wird die Stärke der von Köbi Kuhn neu gebildeten Nationalmannschaft und vor allem deren Teamgeist prüfen.
Während des ersten Teils des Trainingslagers standen die menschlichen Kontakte unter den insgesamt 25 Kaderspielern im Vordergrund. «Es gilt die Stimmung zu fühlen, zu fördern und zu lenken. Ein intaktes Team ist der Schlüssel zum Erfolg», betonte Kuhn vor dem Neustart.
«Näher zusammenrücken»
Davon sprach auch Nati-Rückkehrer Stéphane Henchoz, der entgegen ersten Ankündigungen bereits am Sonntag mit zehn weiteren Auslandprofis eingetroffen war. «Wir beginnen bei null. Ich bin wieder mit Freude dabei. In Zukunft müssen wir aber näher zusammenrücken und besser kommunizieren. Über abwesende Akteure spreche ich nicht. In jedem Team kommen und gehen Spieler. Wichtig ist, wer hier ist.»
Was die optimistischen Töne, die zahlreich geführten Gespräche und die Abwechslung in der Trainings- und Freizeitgestaltung bewirkt haben, wird sich am Dienstag auf dem Rasen erstmals weisen.
Am Montagnachmittag konnte nach zahlreichen Improvisationen endlich bei guten Verhältnissen auf einem Platz in den Bergen geübt werden. In einem internen Trainingsmatch wurde vor allem die Spiellust gefördert.
Die Blamage gegen Polen
Vor Jahresfrist blamierte sich die Schweizer Nationalmannschaft auf Zypern. Sie unterlag Polen in Larnaca nach einer desaströsen Darbietung 0:4. Vom damaligen Team sind Pascolo, Chapuisat, Cantaluppi, Esposito, Rota, Comisetti und Contini nicht mehr dabei; Sforza und Türkyilmaz hatten schon damals gefehlt.
Die Länderspielbilanz Schweiz – Zypern ist ausgeglichen. In der EM-Ausscheidung gewann die Schweiz 1967 in Lugano nach Treffern von Blättler (2), Odermatt, Künzli und Dürr mit 5:0 und unterlag drei Monate später in Nikosia mit 1:2.
Der 17. Februar 1968 wird seither in den zypriotischen Annalen geführt. Es war der erste Sieg des 1934 gegründeten Verbandes in einem Ausscheidungsspiel. Köbi Kuhn wirkte damals nicht mit. Er war bei Selektionär Erwin Ballabio nach der Eskapade an der WM 1966 in Sheffield aus den Traktanden gefallen.
swissinfo und Agenturen
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