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US Open: Zwei Schweizer Auftaktsiege

Martina Hingis - Formtief überwunden? Keystone

Das US Open in New York ist am Montag (27.08.) für die Schweizerinnen sehr gut angelaufen. Martina Hingis gewann ihr Startspiel gegen Laura Granville 6:2, 6:0. Und Miroslava Vavrinec gelang gegen Cristina Torrens Valero sogar eine Überraschung.

«Ein Ehre» war’s für Martina Hingis, dass sie das US Open 2001 auf dem Centre Court eröffnen durfte. Viel Ehre erbieten die Amis der Weltranglisten-Ersten derzeit aber nicht mehr. Die US-Medien begegnen Hingis mit Skepsis.

Die New York Times schrieb in ihrer montäglichen Sport-Titelstory von einer «Nummer 1 ohne Relevanz». Zwei Seiten weiter hinten listete die Times ihre Topfavoritinnen auf: Venus Williams, Lindsay Davenport, Jennifer Capriati, Monica Seles, Serena Williams und Justine Henin – aber keine Hingis.

Hingis seit längerer Zeit erfolglos

Es gibt natürlich Gründe, Martina Hingis nicht dem engsten Favoritenkreis zuzuzählen: Sie ist auf der Tour seit Februar und an Major-Turnieren sogar seit Januar 1999 erfolglos. An den letzten sechs Turnieren scheiterte sie stets vor dem Final. Ausserdem bereiteten der 21-Jährigen zuletzt der Rücken und der linke Fuss Probleme.

Die Nummer-1-Position ist vor dem US Open schon so gut wie verloren: Hingis muss bis Ende Jahr praktisch alles gewinnen, damit Jennifer Capriati nicht vorbei zieht. Hingis: «Ich bin mir dieser Situation durchaus bewusst. Für mich ist das Ganze aber eine zusätzliche Motivation. In den letzten Jahren habe ich immer dann am besten gespielt, wenn’s wichtig war.»

Spektakulär spielte Martina Hingis in der ersten Runde gegen die zweimalige Collegemeisterin Laura Granville (WTA 336) noch nicht. Das war aber auch gar nicht nötig. Nach 46 Minuten war die Partie mit 6:2, 6:0 beendet.

In der zweiten Runde kommt es am Mittwoch (29.08.) zum erstmaligen Duell mit Lina Krasnorutskaja. In Wimbledon war dieses Match-up wegen Hingis‘ Erstrunden-Niederlage gegen Virginia Ruano-Pascual noch geplatzt.

Vavrinecs Exploit

Ein Exploit gelang Miroslava Vavrinec (WTA 96). Die 23-jährige Thurgauerin besiegte mit der Unterstützung von Zuschauer Roger Federer die Spanierin Cristina Torrens Valero (WTA 33) 2:6, 6:1, 6:1 und erreichte zum dritten Mal bei neun Grand-Slam-Teilnahmen die zweite Runde.

Vavrinecs Erfolg war eine kleine Sensation, weil sie seit Mitte Mai nur noch ein Einzel gewonnen hatte (die Startrunde in Basel) und in Flushing Meadows erst noch mit Fersen-Beschwerden antrat.

In der zweiten Runde trifft Miroslava Vavrinec auf die Weissrussin Tatjana Poutschek (WTA 75), die sie im Frühling in Porto auf Sand in zwei Sätzen bezwungen hat.

swissinfo und Rolf Bichsel (sda)

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