Verschleppte Rot- Kreuz- Mitarbeiterinnen frei
Nach mehr als einwöchiger Geiselhaft sind am Sonntag (13.08.) zwei in Georgien verschleppte IKRK-Mitarbeiterinnen freigelassen worden. Wie die Polizei mitteilte, wurden die Geiseln in der Pankisi-Schlucht im Norden Georgiens den Behörden übergeben.
Die zwei Delegierten des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) sind am Sonntagnachmittag in Genf eingetroffen. Sie und ihr georgischer Fahrer seien bei guter Gesundheit, sagte Polizeichef Temur Arabuli zuvor in der Hauptstadt Tiflis.
Er machte keine Angaben darüber, ob für die Freilassung Lösegeld gezahlt wurde. Wie aus Kreisen der Unterhändler verlautete, sicherten die Vermittler den Entführern zu, dass sie nicht festgenommen würden.
Über die Identität der Geiselnehmer und ihre Motive machte die Polizei zunächst keine Angaben. Die georgischen Behörden hatten seit mehreren Tagen mit den Entführern verhandelt.
Die drei Mitarbeiter des Roten Kreuzes reisten unmittelbar nach ihrer Freilassung nach Tiflis. Bei ihnen handelt es sich um eine Französin und eine Italienerin sowie um ihren georgischen Fahrer.
Sie waren nach Angaben des Roten Kreuzes am 3. August in die Pankisi-Schlucht aufgebrochen, wo sich tausende Flüchtlinge aus der abtrünnigen russischen Kaukasusrepublik Tschetschenien aufhalten.
Die internationalen Hilfsorganisationen hatten sich in den vergangenen Jahren nach einer Reihe von Entführungen und Morden aus Tschetschenien zurückgezogen. 1996 waren sechs Mitarbeiter des Roten Kreuzes in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny im Schlaf erschossen worden.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch