Weiterhin Rückführungen nach Sri Lanka
Das Bundesamt für Flüchtlinge (BFF) will die Rückführungen nach Sri Lanka weiterführen. Es erachtet den Vollzug der Wegweisungen nach wie vor als zumutbar und möglich.
Das BFF hat an seiner Sitzung vom Freitag (10.08.) eine umfassende Lagebeurteilung vorgenommen. Da namentlich im Süden des Landes keine Situation allgemeiner Gewalt herrsche und kein erhöhtes Risiko für Rückkehrende aus der Schweiz bestehe, will das BFF weiterhin an den Rückführungen nach Sri Lanka festhalten.
Aufgrund der vorliegenden Informationen bestehe auch nach dem Anschlag auf den Flughafen Colombo vom 24. Juli 2001 gegenwärtig kein erhöhtes Risiko für Rückkehrende aus der Schweiz, teilte das BFF weiter mit. Das BFF beobachte die Entwicklung der Auseinandersetzungen in den Kriegsgebieten im Norden und Osten Sri Lankas aufmerksam und orientiert sich laufend und gründlich, insbesondere über die Sicherheits- und Menschenrechts-Situation.
Keine Rückführungen in umkämpfte Gebiete
Praxisgemäss werden abgewiesene srilankische Asylsuchende nach Colombo zurückgeführt. Es fänden somit keine Rückführungen in die umkämpften Gebiete im Norden und Osten des Landes statt. Wenn individuelle Wegweisungs-Hindernisse bestehen, insbesondere bei Frauen, Minderjährigen, Betagten und Personen, die eine medizinische Versorgung benötigen, verfügt das BFF eine vorläufige Aufnahme.
Nach den dem BFF vorliegenden Informationen haben auch keine anderen Staaten eine Änderung ihrer Rückführungspraxis von abgewiesenen srilankischen Asylsuchenden vorgenommen.
Rückkehrende können sich nach wie vor für das seit November 2000 bestehende Rückkehrhilfe-Programm anmelden.
swissinfo und Agenturen
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