WHO und Novartis bekämpfen Malaria
Die Weltgesundheits-Organisation (WHO) und der Schweizer Pharmakonzern Novartis bekämpfen mit einem neuartigen Medikament die Malaria in Entwicklungsländern. Eine entsprechende Zusammenarbeit unterzeichneten beide Seiten am Mittwoch (23.05.) in Genf.
Danach wird Novartis sein Malariamittel Coartem zum Selbstkostenpreis abgeben, um mehr Patienten in Afrika und anderen Erdteilen eine Malariabehandlung zu ermöglichen.
Das Medikament soll auch in Regionen wirken, in denen Malariaerreger bereits resistent gegen die herkömmlichen Arzneimittel geworden sind. Die WHO wird mit den zuständigen Stellen den Zugang zu den Medikamenten und das Verteilersystem aufbauen.
In China entwickelt
Nach WHO-Angaben leiden mehr als 500 Mio. Menschen weltweit unter der Malaria. Jedes Jahr sterben rund eine Million Menschen, vor allem Kinder, an der tropischen Parasitenkrankheit. Nach Aids und Tuberkulose ist die Malaria die dritthäufigste Todesursache in den ärmsten Ländern der Welt.
Coartem wurde in Zusammenarbeitet mit dem Institut für Mikrobiologie und Epidemiologie in Peking entwickelt. Es wird von Novartis in China hergestellt. Nach Unternehmens-Angaben ist es ein in fester Dosierung verabreichtes Kombinations-Präparat aus Artemether, einem traditionellen chinesischen Pflanzenheilmittel, und Lumefantrin, einem synthetischen Wirkstoff.
Die beiden Substanzen sollen rasch die Parasiteninfektionen und
Malaria-Symptome beseitigen. Coartem soll eine Heilungsrate von 95%
aufweisen.
swissinfo und Agenturen
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