Navigation

DEVISEN: Euro sinkt wieder unter 1,36 Dollar - Griechenland hält Markt in Bann

Dieser Inhalt wurde am 15. April 2010 - 16:50 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Der Euro ist am Donnerstag wieder unter die Marke von 1,36 US-Dollar gesunken. Die Griechenlandproblematik hält den Markt laut Händlern weiter im Bann. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,3560 Dollar. Am Morgen hatte der Euro noch einen Cent mehr gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,3544 (Mittwoch: 1,3615) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7383 (0,7345) Euro.
"Griechenland bleibt das bestimmende Thema", sagte Devisenexperte Thomas Amend vom Bankhaus HSBC Trinkaus. Derzeit gebe es fast täglich neue Wasserstandsmeldungen. Angesichts des Refinanzierungsbedarfs bis Ende Mai und der Überprüfung der Sparmassnahmen des Landes durch die EU dürfte sich daran kurzfristig nur wenig ändern. Auch bei den Renditen für Staatsanleihen des hochverschuldenten Staates zeigt sich weiterhin die Nervosität. Diese blieben am Donnerstag mit über sieben Prozent auf einem deutlich erhöhten Niveau.
"Es könnte sein, dass die Märkte testen wollen, wo die Schmerzgrenze für Griechenland liegt, um das Hilfspaket anzufordern", sagte Amend. Er rechnet allerdings nicht mit einem raschen Hilfeersuchen des Landes. Schliesslich wolle Griechenland seine Selbständigkeit nicht aufgeben. Die Finanzminister der Euro-Länder hatten sich erst am Wochenende darauf verständigt, in diesem Jahr notfalls bilaterale Kredite von bis zu 30 Milliarden Euro bereitstellen. Zu Wochenbeginn hatte dies dem Euro noch deutlichen Auftrieb gegeben.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87735 (0,88140) britische Pfund , 126,18 (127,42) japanische Yen und 1,4343 (1,4368) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.154,50 (1.153,75) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 27.408,05 (27.381,05) Euro./jha/bf/nmu

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?