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DEVISEN: Eurokurs nach US-Arbeitsmarktbericht mit Berg- und Talfahrt

Dieser Inhalt wurde am 08. Oktober 2010 - 16:41 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Der Kurs des Euro hat nach der Veröffentlichung eines enttäuschenden US-Arbeitsmarktberichts am Freitag eine Berg- und Talfahrt hingelegt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,3920 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,3874 (Donnerstag: 1,3970) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7208 (0,7158) Euro.
"Der US-Arbeitsmarktbericht hat den Dollar zunächst auf Talfahrt geschickt", sagte Ulrich Leuchtmann, Leiter des Devisenresearch bei der Commerzbank. Die Zahl der Beschäftigten war im September um 95.000 zurückgegangen, während Volkswirte keine Änderung erwartet hatten. Der Euro bewegte sich kurzzeitig auf die Marke von 1,40 Dollar zu, um danach wieder bis auf 1,3835 Dollar zu fallen. Auf den zweiten Blick sei aber deutlich geworden, dass zumindest die Entwicklung im privaten Sektor nicht so schlecht gewesen sei, sagte Leuchtmann. So sei die Zahl für den Vormonat August nach oben revidiert worden.
"Der Aufwärtstrend des Euro wurde auch durch Aussagen des Chefs der Euro-Finanzminister, Jean-Claude Juncker, gebremst", sagte Leuchtmann. Der Euro sei derzeit zu stark und er sei nicht glücklich mit dem aktuellen Niveau von 1,40 Dollar, hatte der luxemburgische Premier in Washington gesagt. "Es ist neu, dass sich jetzt auch die Eurozone an dem internationalen Währungsstreit zumindest verbal beteiligt", sagte Leuchtmann. "Dass die EZB hier tätig wird und versuchen wird, den Euro zu schwächen, ist aber nicht zu erwarten."
Entscheidend für die weitere Kursentwicklung sei vor allem das nächste Treffen der US-Notenbank im November. Am Devisenmarkt gelte es als sicher, dass die Fed weitere Massnahmen zur Stützung der Konjunktur ergreifen werde. Entscheidend sei jedoch, wie stark diese ausfallen werden. Bis dahin habe der Euro weiteres Aufwärtspotenzial.
Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87510 (0,87465) britische Pfund , 114,21 (115,10) japanische Yen und 1,3420 (1,3415) Schweizer Franken festgelegt. Der Preis für eine Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde in London am Nachmittag mit 1.341,50 (Vortag: 1.345,00) Dollar gefixt. Ein Kilo Gold kostete 30.470,00(31.020,00) Euro./jsl/bgf/he

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