Echo der Zeit
Nachruf auf Vaclav Havel
Vaclav Havel war ein Theatermann. Einer, der in seinem Leben verschiedene Hauptrollen spielte: Als Schriftsteller und Regimekritiker wurde er in der kommunistischen Tschechoslowakei zur Symbolfigur des Widerstands. Als erster nicht-kommunistischer Staatspräsident führte er sein Land in die Demokratie. Ein Nachruf.
US-Truppen ziehen aus Irak ab
Heute im Morgengrauen haben die letzten US-amerikanischen Kampftruppen den Irak verlassen. Damit geht nach neun Jahren ein umstrittener Kriegseinsatz zu Ende. Nicht zu Ende ist aber die Unruhe im Irak. Im Gegenteil: Noch während die US-Soldaten am Packen waren, zog sich am Samstag der grösste politische Block aus dem Parlament zurück. Die sunnitische Iraqiya ist unzufrieden mit dem Machtgebaren des schiitischen Premiers Nuri al-Maliki.
Inga Rogg, NZZ-Korrespondentin in Bagdad, erklärt, was der Rückzug der Sunniten für die Stabilität im Irak bedeutet.
Das Veltlin sehnt sich nach der Schweiz
Die Krise der Euroländer weckt Sehnsucht. Im italienischen Veltlin, das über 250 Jahre lang zu Graubünden gehörte, ist das eine Sehnsucht nach der Schweiz. Diesen Herbst wurde im Tal südlich des Bernina-Massivs eine Rückkehr zur Eidgenossenschaft diskutiert. Das Ansinnen hat kaum Chancen. Aber es es zeigt, wie tief das Malaise ist im ehemaligen Bündner Untertanengebiet.
Sowjetische Spuren im russischen Alltag
1991 war das Schicksalsjahr für die Sowjetunion. Das Imperium zerfiel. Am 25. Dezember 1991 wurde im Kreml die rote Flagge mit Hammer und Sicher eingeholt und durch die russische ersetzt. Zwanzig Jahre Russland statt UdSSR. Zwanzig Jahre Kapitalismus statt Planwirtschaft. Karl Schlögel ist Professor für Geschichte Osteuropas an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder. Er hat mehrere Bücher über Russlands Geschichte und über die russische Gesellschaft geschrieben. Er weiss, wie sich der russische Alltag seit 1991 verändert hat.
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