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EDF will Areva Atomkompetenz streitig machen

Dieser Inhalt wurde am 18. November 2009 - 11:20 publiziert

PARIS (awp international) - Der designierte Chef des Stromkonzerns EDF, Henri Proglio, will das Unternehmen zum führenden Atomenergiekonzern Frankreichs ausbauen. "Ich will eine Atomsparte haben, die funktioniert. Das bedeutet auch, die Rolle von Areva und CEA (Atomenergiebehörde) neu zu definieren", sagte er der Zeitung "Les Echos" (Mittwoch). Angesichts der internationalen Konkurrenz, könne man sich keine Aufsplitterung leisten, sagte er mit Blick auf die komplexe Struktur der französischen Atomenergieindustrie.
Die Pläne von Proglio, der am Montag die Leitung von Electricite de France (EdF) übernimmt, dürften bei den Konkurrenten Areva und GDF Suez auf Missfallen stossen. Areva will sich auf dem internationalen Markt durchsetzen, indem das Unternehmen sowohl Reaktoren als auch die Belieferung mit Brennmaterial anbietet. EDF ist einer der wenigen Stromkonzerne, der zugleich Atomkraftwerke baut und betreibt.
EDF und Areva sind einerseits Geschäftspartner, da Areva Reaktoren und Brennstoff liefert. Andererseits sind sie Konkurrenten beim Bau der europäischen Druckwasserreaktoren (EPR). EDF ist für den Bau des EPR-Reaktors im französischen Flamanville zuständig, Areva für die Baustelle in Finnland. In beiden Fällen gibt es erhebliche Verzögerungen.
uk/DP/stb

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