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Tokio (awp/sda/dpa/rtd/afp) - Nach dem verheerenden Erdbeben und dem dadurch ausgelösten Tsunami wächst in Japan die Sorge um die Atomanlagen des Landes. Am Atomkraftwerk Onagawa im Nordosten Japans brach nach dem schweren Erdbeben am Freitag ein Feuer aus. Das meldete die Nachrichtenagentur Kyodo.
Widersprüchliche Meldungen gab es über das Atomkraftwerk (AKW) Daiichi. Die Nachrichtenagentur Jiji meldete, dort seien die Kühlsysteme ausgefallen, Radioaktivität sei aber nicht ausgetreten. Später meldete Jiji unter Berufung auf die Regionalbehörden in Fukushima, die Kühlsysteme seien intakt.
Die japanische Regierung hat Medienberichten zufolge beschlossen, den atomaren Notstand auszurufen. Dieser tritt dann ein, wenn der Austritt von Radioaktivität sich bestätigt oder ein Kühlsystem eines AKW ausfällt.
Laut der UNO-Atomenergiebehörde IAEA sind die vier Atomkraftwerke, die dem Epizentrum am nächsten liegen, kontrolliert abgeschaltet worden. Zuvor hatte Ministerpräsident Naoto Kan in Tokio gesagt, es gebe bislang keine Probleme mit den Atomreaktoren.
Ein Beben der Stärke 6,6 hatte im Juli 2007 in Japan ein Leck in einem Atomkraftwerk verursacht. Dabei war radioaktiv versuchtes Wasser ins Meer geflossen.
Durch das schwere Beben vom Freitag vor der Pazifikküste Japans und den anschliessenden Tsunami sind nach Medienberichten mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. Mehrere der Opfer seien am Freitag durch den Einsturz von Häusern getötet worden, hiess es.
Die nationale Polizeibehörde konnte die Angaben nicht bestätigen. Die Schäden seien so "gewaltig", dass es lange Zeit in Anspruch nehmen werde, die Informationen zu sammeln. Durch das Beben wurden auch zahlreiche Menschen verletzt.
In zwei Fabriken kam es zu Explosionen. Zahlreiche Industrieunternehmen der drittgrössten Volkswirtschaft der Welt mussten die Produktion einstellen. In einer Ölraffinerie in Tokios Nachbarprovinz Chiba brach ein gewaltiges Feuer aus, gefolgt von einer Explosion. Nachbeben halten die Menschen weiter in Atem.
Das japanische Meteorologieamt erklärte, das Beben sei das stärkste, das je in Japan gemessen worden sei, und habe eine Stärke von 8,9 gehabt. Geologen gehen von vielen Opfern in Japan aus.
"Wir erwarten, dass viele Menschen getötet worden sind", sagte der Seismologe Kevin McCue von der Central Queensland University im australischen Canberra, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Die Schäden durch ein derart schlimmes Erdbeben seien gross.
Die UNO bereitetet sich auf die Entsendung von 30 Einsatzteams zur Katastrophenhilfe für Japan vor. "Unsere Experten stehen in engem Kontakt mit den zuständigen Behörden in Japan", sagte die Sprecherin des UNO-Büros für die Koordinierung humanitärer Einsätze (OCHA), Elisabeth Byrs, in Genf. Die Lage sei ernst.
mk

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