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EZB hat vergangene Woche wieder Staatsanleihen von Peripherieländern gekauft

FRANKFURT (awp international) – Die Europäische Zentralbank (EZB) hat nach einer Pause von drei Wochen wieder Staatsanleihen der Peripherieländer der Eurozone gekauft. Insgesamt habe man für 711 Millionen Euro Anleihen gekauft, teilte die EZB vom Montag in Frankfurt mit. In den drei vorherigen Wochen hatte sie keine neuen Anleihen mehr gekauft, nachdem das Volumen zuvor deutlich gesunken war.
Wie in den vergangenen Wochen will die Notenbank die gesamte Überschussliquidität einsammeln. Am Dienstag soll ein entsprechendes Refinanzierungsgeschäft (Schnelltender) mit den Banken durchgeführt werden. Die Notenbank strebt ein Volumen von 64 Milliarden Euro an, nachdem es in der Vorwoche noch bei 63,5 Milliarden Euro gelegen hatte. Dies entspricht der Summe, die die EZB bis zum 5. November insgesamt in Anleihekäufe investiert hat. Gebote werden bis 11.30 Uhr angenommen. Die Zuteilung erfolgt am Mittwoch. Der maximale Bietungssatz beträgt 1,0 Prozent. Das Geschäft läuft erneut eine Woche.
Zur Stützung des europäischen Markts für Staatsanleihen hatte die EZB Mitte Mai den Ankauf von Anleihen beschlossen. Damit flankiert sie den milliardenschweren Rettungsschirm von EU und IWF für finanzschwache Euro-Länder, deren Bonität im Zuge der Schuldenkrise unter Druck geraten ist. Laut Händlern kaute die EZB vor allem Anleihen aus Irland, Portugal und Griechenland. Zugleich hatte die EZB angekündigt, die aus den Anleihekäufen resultierende Überschussliquidität abzuziehen, um Inflationsgefahren entgegenzuwirken./jsl/jha/

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