Fast 270 Personen müssen Häuser bei ETH wegen Evakuierung verlassen
Fast 270 Personen sind am Sonntag von der Evakuierung bei der ETH Zürich betroffen. Wegen des Abtransports einer potenziell gefährlichen Chemikalie treffen ETH und Kantonspolizei vorsorgliche Massnahmen.
(Keystone-SDA) Bei der chemischen Substanz aus einem früheren Forschungsbestand handelt es sich um Chlortrifluorid in einer Gasflasche. Diese war bislang in einem zugangsbeschränkten Labor der ETH Zürich gelagert und soll nun entsorgt werden. «Das Chlortrifluorid wurde in der Vergangenheit zur Analyse von Gesteinsproben eingesetzt», heisst es bei der ETH auf Anfrage.
Das Gas gilt als eine der gefährlichsten Chemikalien überhaupt, ist toxisch und kann sich schon bei Kontakt entzünden. Für die Verladung und den Abtransport der Chemikalie sind vorsorglich Sicherheitsmassnahmen geplant. Dazu gehören eine zeitlich begrenzte Evakuation im unmittelbaren Umfeld der ETH sowie temporäre Strassensperrungen.
Die Kantonspolizei informierte die knapp 270 betroffenen Anwohner direkt mit persönlichen Schreiben. «Zusätzlich haben wir an sämtlichen Liegenschaften ein entsprechendes Informationsschreiben angebracht», teilte ein Mediensprecher der Kantonspolizei Keystone-SDA mit.
Evakuierung dauert über sechs Stunden
Evakuiert wird das Gebiet zwischen Tannenstrasse, Sonneggstrasse, Leonhardstrasse und Weinbergfussweg. Voraussichtlich zwischen 10 und 16.30 Uhr müssen die Bewohnerinnen und Bewohner weg bleiben.
Von der Evakuierung betroffen sind auch mehrere Gebäude der ETH. Labors und Säle dürfen nicht genutzt werden. Während des Einsatzes kommt es temporär zu Strassensperrungen, Einschränkungen im öffentlichen Verkehr und Umleitungen für den Individualverkehr. Die Chemikalie wird durch eine deutsche Spezialfirma entsorgt.