800 Mio. Franken für Informatik an den Schulen
Die Kantone wollen die Integration der Informations-Technologien in den Schulen bis 2004 jährlich zusätzlich mit 200 Mio. Franken fördern. Laut einer Umfrage der Konferenz der Erziehungsdirektoren (EDK) zielen die Programme auf einen kritischen Umgang mit den neuen Technologien ab.
In praktisch allen Kantonen ist mindestens ein Impulsprogramm zur Integration der Informations- und Kommunikations-Technologien (ICT) in den Schulen im Gange, wie die am Dienstag (29.05.) in Bern vorgestellten Umfrage-Ergebnisse zeigten.
800 Mio. Franken wollen die Kantone und Gemeinden in den Jahren 2001 bis 2004 zusätzlich in die Ausrüstung und Ausbildung investieren. In diesem Betrag seien laufende Kosten und Programme nicht enthalten, präzisierte EDK-Generalsekretär Hans Ambühl. Laut Umfrage stehen heute pro Klasse zwei bis drei Computer-Arbeitsplätze zur Verfügung. Besonders in den Gymnasien und bei der Berufsbildung sei in den vergangenen Jahren bereits viel investiert worden.
Ausbildung der Lehrkräfte, nicht bloss Computer für die Kids
«Die vorliegenden Ergebnisse belegen den Stellenwert, den die Kantone der Integration der ICT in den Schulen beimessen», kommentierte Ambühl. Sie zeigten aber auch, dass erkannt wurde, wie wichtig ein verantwortungsbewusster Umgang sei.
«Es muss Aufgabe der Schule sein, allen den Zugang zu diesen Technologien zu ermöglichen, sich aber gleichzeitig auch kritisch mit deren Verwendung auseinander zu setzen», sagte er. Bei den Impuls-Projekten werde denn auch ein breiter Ansatz verfolgt: Die technische und didaktische Ausbildung der Lehrkräfte sei ebenso wichtig wie die Ausrüstung der Schulzimmer mit Hard- und Software.
swissinfo und Agenturen
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