ADtranz- Nachfolgefirma gegründet
Die Nachfolgegesellschaft für die von der Schliessung betroffenen ADtranz-Werke in Zürich-Oerlikon und Pratteln heisst RailTech AG. Das neue Unternehmen wurde am 10. Mai ins Handelsregister eingetragen, wie am Mittwoch (17.05.) bekannt wurde.
Die neue Firma RailTech mit Sitz in Pratteln BL gehe aus dem «Start-Team» hevor, das sich nach der Schliessungsankündigung des deutschen Mutterkonzerns für eine Weiterführung der Werke und für die Rettung von Arbeitsplätzen einsetzte, hiess es weiter.
RailTech verhandelt derzeit mit ADtranz über eine Absichtserklärung für eine Zusammenarbeit im Bereich Bahnindustrie. Diese Erklärung soll nach Möglichkeit noch in diesem Monat unterzeichnet werden.
Noch viele Unklarheiten
In welchen Bereichen die neue RailTech künftig tätig sein wird, sei noch Gegenstand der Verhandlungen, sagte ADtranz-Sprecher Stephan Suter auf Anfrage. Der Eintrag im Handelsregister sei deshalb breit gefasst worden.
Er lautet auf «Entwicklung, Herstellung und Montage sowie Vertrieb und Service von Fahrzeugen, Systemen, Anlagen und Komponenten im Bereich des Personen- und Gütertransportes sowie der Energietechnik».
Auch könne er noch keine Angaben darüber machen, wieviele der rund 700 von der Schliessung betroffenen Mitarbeiter bei der neuen Firma angestellt werden können, sagte Suter weiter. Diese Fragen seien auch abhängig von Aufträgen für die neue Firma. Mit potenziellen Auftraggebern wie den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) würden nun Kontakte geknüpft.
Schritt für Schritt
Die Firma werde Schritt für Schritt aufgebaut, sagte Suter weiter. Er geht davon aus, dass die RailTech die operative Tätigkeit noch in diesem Jahr aufnehmen werde.
Auch die Standortfrage ist noch nicht restlos geklärt: Der Standort Pratteln .- so Suter – habe aber wegen der Initiative der Baselbieter Regierung sehr gute Rahmenbedingungen. Das heisse aber nicht, dass nicht auch in Zürich-Oerlikon produziert werden könne.
Regierung will ADtranz-Areal kaufen
Am Dienstag (16.05.) hatte die Baselbieter Regierung erklärt, sie wolle das ADtranz-Areal in Pratteln erwerben. Damit sollen die Voraussetzungen für die neue Nachfolgegesellschaft verbessert werden. Die ADtranz begrüsse die Initiative der Regierung, erklärte Suter
ADtranz selber bleibe in der Schweiz aktiv, hielt Suter fest. In den Bereichen Engineering, Entwicklung, Projektmanagement, Unterhalt, Verkauf und Marketing werde ADtranz ab Mitte 2001 insgesamt rund 700 der derzeit 1300 Mitarbeiter beschäftigen.
swissinfo und Agenturen
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