Ausländer mischenbei UMTS-Auktion kräftig mit
An der Versteigerung von vier UMTS-Mobilfunklizenzen in der Schweiz sind nebst den drei Schweizer Mobilfunk-Betreibern Swisscom, dSpeed und Orange eine ganze Reihe ausländischer Telekom-Unternehmen mitbeteiligt.
Obwohl der Kreis der Bieter um eine UMTS-Mobilfunklizenz in der Schweiz rapide geschrumpft ist, sind immer noch ausländische Telekom-Unternehmen beteiligt. Denn hinter allen Schweizer Mobilfunk-Betreibern stehen ausländische Partner.
Unter der Federführung der dänischen TeleDanmark haben Mitte November die Schweizer Telekomm-Unternehmen diAx und Sunrise fusioniert. TeleDanmark ist somit auf einen Schlag zum zweitgrössten Telekommunikations-Anbieter in der Schweiz geworden, hinter Swisscom und vor Orange/France Télécom.
Gestärkte Swisscom
Die Swisscom hat sich anfang November beim weltgrössten Mobilfunkanbieter Vodafone Rückendeckung geholt. Die Schweizer Regierung gab dazu grünes Licht. Denn ohne die Zusammenarbeit mit dem britischen Mobilfunkriesen könne der «Zwerg» Swisscom im hart umkämpften Mobilfunkmarkt nicht mithalten, sagte damals Verkehrs- und Energieminister Moriz Leuenberger.
Die Briten steigen allerdings nur ein, wenn sich Swisscom eine UMTS-Lizenz ersteigern kann. In diesem Falle werden sie für 4,5 Mrd. Franken in bar oder Aktien 25 Prozent der noch zu gründenden Swisscom Mobile AG erhalten.
Französische Beteiligung
France Télécom hat etwa zur selben Zeit die Mehrheit bei Orange Communications, der zweitgrössten Mobilfunkgesellschaft der Schweiz, übernommen. Die französische Gesellschaft kaufte für 2,43 Mrd. Franken den 42,5-prozentigen Anteil des deutschen Energiekonzerns E.On und erhöht damit ihre Gesamtbeteiligung an Orange auf 85 Prozent.
Als vierter Interessent wird schliesslich die spanische Telefonica an der Auktion teilnehmen.
Carole Gürtler
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