Bundesrat Villiger will spätestens 2003 zurücktreten
Der Schweizer Finanzminister, Bundesrat Kaspar Villiger, hat in einem Interview mit dem "SonntagsBlick" bekräftigt, bis im Jahr 2003 zurücktreten zu wollen. Die laufende Legislatur, die bis 2003 dauert, sei sicher seine letzte, sagte Villiger.
2002 noch Bundespräsident zu sein, habe einen gewissen Reiz, erklärte Villiger, der seit 1989 der Landesregierung angehört, gegenüber dem «SonntagsBlick»
Vorher wolle er aber noch einiges zu Ende führen, so die Steuerreform, sagte Villiger weiter. Priorität habe die Abschaffung der Stempelsteuer. Der Druck, der von der Wirtschaft komme, sei allerdings seiner Ansicht nach zu stark.
Sorge bereitet dem Finanzminister nach eigenen Angaben der Druck auf das Bankgeheimnis. Ein kleines Land sei verletzlich, wenn es einen grossen Aussenhandel habe – und dies treffe auf die Schweiz zu.
Aber auch die Schweiz – so Villiger weiter – habe eine moralische Verpflichtung: Schmutziges Geld, das die Schweiz unterwandere, führe zum Ende der Demokratie. Deshalb müsse die Schweiz viel für einen sauberen Finanzplatz tun und dürfe das Bankgeheimnis nicht missbrauchen lassen.
swissinfo und Agenturen
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